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Stephen Curry im Porträt

Der ideale Mann für Dirk Nowitzki

Von Florian Regelmann
Mittwoch, 18.03.2009 | 15:34 Uhr
21,5, 25,9 und knapp 29: Stephen Currys Punkteschnitt in drei Jahren College
© Getty
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Exklusiv Stephen Curry ist der aufregendste College-Spieler der USA. Bei der March Madness muss er diesmal zwar zuschauen, aber seinen Platz in der NBA wird er finden. Bei SPOX outet sich Curry als Nowitzki-Fan.

Es gibt Abende, an denen sollten sich Basketball-Fans nichts vornehmen. Weil es Spieler gibt, die einen total in den Bann ziehen. Aus dem Haus zu gehen, erscheint absolut unmöglich. Es wäre ja töricht, ein Spiel von einer solchen Ausnahmeerscheinung zu verpassen.

Herausragende Basketballer gibt es viele, aber in diese Liga schaffen es nur wenige. Kobe Bryant und LeBron James auf jeden Fall, Dwyane Wade sollte man dazunehmen, aus deutscher Sicht selbstredend Dirk Nowitzki.

Curry führt die Scorerliste an

Aber es gibt auch schon im College einen Spieler, der zum absoluten Darling geworden ist. Sein Name: Stephen Curry.

Ein 21-jähriger schmächtiger Junge, nicht mal 1,90 Meter groß, der aber aus allen Lagen feuert wie kein Zweiter. Ein geborener Scharfschütze, der nach Belieben scort.

Mit 28,6 Punkten im Schnitt führte er in diesem Jahr die Scorerwertung im College an. Seine Wurfquoten sind phänomenal. Curry hat gute Chancen, zum Spieler des Jahres gewählt zu werden.

40-Punkte-Spiele schüttelt er scheinbar leicht aus seinem Schützen-Handgelenk, aber es ist mehr, das Curry ausmacht.

Currys größter Fan: LeBron James

Er hat die Gabe, die Fans in der Halle oder vor den Bildschirmen zu fesseln. Mit seinem technisch so makellosen und perfekten Wurf, der immer gleich aussieht, seinen Wahnsinns-Dreiern, oder mit seiner Spielintelligenz.

Nicht umsonst gehört LeBron James höchstpersönlich zu Currys größten Fans. Wann immer es seine Zeit erlaubt, schaut James bei Spielen von Curry vorbei.

"Er ist ein sehr, sehr, sehr, sehr, sehr guter Spieler. Er wird seinen Platz in der NBA finden", sagt James.

Fehlende Robustheit?

Wenn im Juni der Draft ansteht, wird mit Spannung zu beobachten sein, an welcher Stelle Curry gezogen wird. Welche Teams werden zweifeln, weil sie Angst haben, dass er zum nächsten J.J. Redick wird?

Dass ihm einfach die Robustheit für die NBA fehlt. Kann er ein wirklich guter Point Guard werden? Seit dieser Saison gibt er am College von Davidson - einer kleinen Privatschule in North Carolina - den Spielmacher.

Es sind viele Fragen offen, aber das Team, das sich für Curry entscheidet, wird es kaum bereuen.

Ein Mann für die Mavs?

Das Mindeste, was Curry werden sollte, ist ein neuer Jeff Hornacek. Wie der ehemalige Jazz-Guard versteht es Curry, Screens auszunutzen und sofort abzudrücken.

Ein Team, das einem sofort in den Sinn kommt, sind die New York Knicks. Curry ist wie gemacht für das System von Coach Mike D'Antoni. Und wie gemacht für den Garden.

Was ist aber mit den Dallas Mavericks? Einen Shooter wie Curry an der Seite zu haben, wäre für Dirk Nowitzki perfekt.

"Ich bewundere Dirk für seine Vielseitigkeit und seine unglaubliche Fähigkeit, konstant zu scoren. Er ist weit über zwei Meter groß und kann sich jederzeit seinen Wurf selbst kreieren. Das ist etwas ganz Besonderes", schwärmt Curry gegenüber SPOX über Nowitzki. Wie wäre es also, von den Mavs gedraftet zu werden?

Curry will mit Nowitzki spielen

"Es würde mir unglaublich Spaß machen mit Dirk zu spielen. Er ist so talentiert, dass er seine Mitspieler besser macht. Die Mannschaften müssen sich so auf ihn konzentrieren, dass ich viel Platz hätte und ein besserer Spieler werden würde", meint Curry bescheiden.

Dass er eben nicht der selbstsüchtige Ego-Shooter ist und für sein Alter eine große Reife mitbringt, bewies er in dieser Saison beim Spiel gegen Loyola-MD.

Der Gegner hatte sich zum Ziel gesetzt, Curry komplett aus dem Spiel zu nehmen und doppelte ihn. Aber nicht nur, wenn er in Ballbesitz war, sondern durchgängig. Die anderen Spieler spielten somit gewissenmaßen in Unterzahl gegen Currys Teamkollegen.

Der Plan ging sogar auf, aber dafür setzte Curry seine Mitspieler derart geschickt ein, dass seine Wildcats mit 30 Punkten gewannen. In seinem nächsten Spiel gegen einen weniger albernen Gegner machte Curry dann 44 Punkte.

Nicht bei der March Madness dabei

Im vergangenen Jahr führte Curry Davidson völlig überraschend in die Elite Eight, das Viertelfinale der College-Meisterschaft, bevor es eine ganz knappe Niederlage gegen Kansas (57:59) setzte und das Final Four knapp verpasst wurde.

In diesem Jahr kann Curry nur zuschauen. Davidson fand zum Unverständnis vieler keinen Platz im 64er Feld.

Dass Scharfschützen-Gene vererbbar sind, beweist die Familie Curry im Übrigen sehr anschaulich. Stephens Vater Dell war bekanntermaßen 16 Jahre lang einer der gefährlichsten Shooter in der NBA.

Und dann gibt es ja noch Seth Curry. Stephens jüngeren Bruder, der in diesem Jahr seine erste Saison für die Liberty University spielt. Er sieht genauso aus wie sein Bruder. Und er ist schon fast so gut. Beängstigend.

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