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Sessions: Mr. Nobody is perfect

Von Haruka Gruber
Sonntag, 08.02.2009 | 09:00 Uhr
Bucks-Spielmacher Ramon Sessions erzielte gegen Detroit 44 Punkte
© Getty
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Ramon - wer? Milwaukees Ramon Sessions ist der unbekannteste Star der NBA. Doch damit sollte endlich Schluss sein. Außerdem in den Schlaglichtern: Schimpf-Tiraden, böse Klatschen und ein Red-Bull-Anfall.

Ein Titel ist immerhin besser als gar kein Titel. Auch wenn der von Ramon Sessions wenig wohlklingend ist: "Der unbekannteste Star der NBA."

Der Point Guard der Milwaukee Bucks ist einer der talentiertesten Spielmacher der Liga, dennoch nimmt kaum jemand Notiz von ihm. Nicht einmal sein Trainer Scott Skiles, der in der Starting Five dem mittelmäßigen (aber dafür bekannteren) Luke Ridnour den Vorzug gibt.

Außer: Ridnour oder Shooting Guard Michael Redd sind verletzt, so wie derzeit. Und so findet sich Sessions in diesen Tagen in der Anfangsformation wieder - und legt gegen die Detroit Pistons 44 Punkte, 12 Assists sowie 5 Rebounds auf.

Zahlen auf All-Star-Niveau

Auch wenn es am Ende eine knappe 121:126-Niederlage nach Verlängerung setzen sollte: Sessions zeigte eine "tolle Leistung", wie Gegner Richard Hamilton befand. "Man muss es erstmal hinkriegen, als Point Guard 44 Punkte gegen uns zu erzielen."

Leidliche 10,7 Punkte erzielt Sessions im Schnitt. Wenn er aber wie gegen Detroit ausreichend Spielzeit bekommt, liefert er Zahlen auf All-Star-Niveau ab.

Januar und Februar zusammengerechnet, erzielt er in Partien, in denen er mindestens 25 Minuten auf dem Parkett steht, 18,8 Punkte bei einer Quote von 51,5 Prozent.

Fast schon unverständlich: Vor einigen Wochen überlegte Milwaukee noch, Sessions im Paket mit Joe Alexander im Tausch für den jungen, aber unfertigen Mike Conley nach Memphis zu traden.

Milwaukee Bucks (24-39) - Detroit Pistons (27-21) 121:126 (OT): Noch ein Wort zu Detroit. Der Gegner war zwar nur Milwaukee, aber offenbar hat es endlich "klick" gemacht.

Zugang Allen Iverson zeigte eine der besten Leistungen (27 Punkte, 12 Assists) im Pistons-Trikot. Und Hamilton, der für Iverson aus der Startformation rotiert wurde, hat sich offenbar an seine Sixth-Man-Rolle gewöhnt (38 Zähler).

Auch stark: Detroits Rasheed Wallace mit einem Karriere-Rekord von 7 Dreiern (27 Punkte) sowie Milwaukees Charlie Villanueva (33).

New Jersey Nets (24-27) - Denver Nuggets (34-17) 114:70: Mit dem zweithöchsten Sieg der Klubgeschichte haben sich die Nets endgültig zurückgemeldet. Nach einem durchwachsenen Januar war es der vierte Erfolg in Serie.

Angeführt von Devin Harris (28) scorten gleich sechs Nets-Spieler zweistellig, bei Denver war es mit Carmelo Anthony (15) nur ein einziger.

Atlanta Hawks (29-21) - Los Angeles Clippers (12-39) 97:121: Eine ähnlich herbe Abfuhr wie die Nuggetes kassierte Atlanta gegen wieder erstarkte und wieder genesene Clippers.

"So eine Leistung ist inakzeptabel", schimpfte Hawks-Coach Mike Woodson. "Wir haben einfach nicht gekämpft." So langsam scheint Überraschungsmannschaft Atlanta die Luft auszugehen. Seit Silvester lautet die Bilanz 8-11.

Das verletzungsgeplagte LA profitiert hingegen davon, dass von Chris Kaman abgesehen alle Leistungssträger wieder an Bord sind. Die Statsline der Starting Five: Camby (16 Punkte), Randolph (25), Thornton (31), Gordon (11), Davis (13). Sixth Man Ricky Davis steuerte 12 Zähler bei.

Houston Rockets (31-20) - Minnesota Timberwolves (17-32) 107:90: Was für ein Machtup der Big Men: Al Jefferson (36 Punkte, 22 Rebounds) gewann zwar das Duell gegen Yao Ming (30, 6), die Partie ging jedoch an Mings Rockets.

Grund dafür: Ein kurzzeitiger Red-Bull-Energy-Ausbruch der Rockets, die in etwas mehr als 5 Minuten aus einem 66:69 ein 83:71 machten.

Philadelphia 76ers (25-24) - Miami Heat (26-23) 94:84: 80 Millionen Dollar für die Katz? Im Sommer gab Philly ihrem Top-Zugang Elton Brand einen 80-Millionen-Vertrag für fünf Jahre. Der Forward verletzte sich doch derart schwer, dass er für die Saison ausfällt - was den 76ers fast schon recht kommt.

Denn ohne Brand funktioniert die Mannschaft sichtlich besser, so wie beim Erfolg über Miami.

Stark: Die Bank mit Marreese Speights (15), Royal Ivey (11) und Lou Williams (10). Da konnten die 76ers sogar einen mittelmäßigen Abend von Andre Iguodala (12) verkraften.

Die Bilanz in Spielen ohne Elton Brand lautet übrigens 12-8. 

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