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NBA: Jason Terry im Fokus

Nowitzkis bester Freund

Von Florian Regelmann / Tobias Rochau
Dienstag, 18.11.2008 | 11:13 Uhr
Jason Terry und Dirk Nowitzki sitzen in der Kabine nebeneinander
© Getty
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Wenn Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks mit dem aktuellen Kader in dieser Saison doch noch etwas reißen wollen, wird ein Spieler von entscheidender Bedeutung sein: Jason Terry.

Noch wenige Sekunde zu spielen, Dallas liegt gegen Orlando knapp hinten, es ist Crunch-Time im American Airlines Center: Die Mavs bringen den Ball nach einer Auszeit zu Terry. Der Guard versucht es im Eins-gegen-Eins, stoppt ab und nimmt den Jumper. In and out - Niederlage. Frust. Weltuntergangsstimmung.

Zwei Tage später in New York: Wieder ein enges Spiel und wieder übernimmt Terry in der letzten Minute Verantwortung. Er sorgt zuerst für den Ausgleich und hat dann in der letzten Sekunde die Chance zum Sieg. Es ist der gleiche Wurf wie gegen Orlando, wieder fällt er nicht.

Dennoch ist eine klare Leistungssteigerung bei Terry unverkennbar. Sie sollte den Mavericks Hoffnung machen.

"Ich darf es mir nicht erlauben, schlecht zu spielen. Wenn es bei mir nicht läuft, läuft es bei uns insgesamt nicht so gut. Ich muss in der Defensive und in der Offensive konstant gut spielen", macht Terry im Gespräch mit SPOX eine klare Ansage.

Wie schlagen sich die Mavs in der NBA: auch unterwegs top-informiert sein

Terrys Trefferquote ist nicht gut genug

Die Konstanz ist ein gutes Stichwort. Terry war über seine Karriere der Prototyp des streaky Shooters. Das reicht nun nicht mehr. In dieser Saison steht Terrys Trefferquote bei knapp über 40 Prozent. Einfach nicht gut genug. Dallas braucht Terry als zuverlässigen Scorer. Sie brauchen seine Dreier und vor allem seine Energie.

Momentan muss er diese wieder als Sechster Mann von der Bank einbringen. Ein Problem? "Meine Rolle ist zu punkten und viel Energie ins Spiel zu bringen. Meistens überträgt sich diese dann auch auf unsere Fans. Da ist es nicht so wichtig, ob ich starte oder nicht. Es gibt andere Jungs bei uns im Team, für die es eine große Rolle spielt", meint Terry und blickt dabei zu Gerald Green hinüber.

Green ist im Moment der Starting Shooting Guard der Mavs und wird es wohl auch erst mal bleiben. Erstens ist Greens Potential unbestritten riesig und zweitens muss Dallas dringend Konstanz reinbringen. Nicht nur in die Leistungen in der Defense und Offense, auch in die Lineup und die Rotation.

Schwache Schlussphasen kosten Mavs Punkte

Die große Malaise in Dallas heißt nach dem katastrophalen Saisonstart bekanntlich letztes Viertel. In der Money-Time geht bei Nowitzki und Co. in dieser Saison bislang alles daneben, was daneben gehen kann. Fehlwürfe, Turnovers - das gesamte Repertoire.

Es ist deshalb besonders bitter, weil man eines feststellen kann: Egal, was in den ersten 46 Minuten der Spiele passierte. Egal, ob die Mavs nicht immer die beste Einstellung an den Tag legten. Egal, ob sie keine Lust auf Defense hatten und egal, ob das neue System von Rick Carlisle noch nicht verinnerlicht ist - Dallas könnte mit einer guten Bilanz dastehen, wenn sie in der Schlussphase einfach nur ein paar Würfe treffen würden.

Beim so wichtigen Sieg bei den Knicks zeigten die Mavs zum ersten Mal die Killermentalität, die sie zu ihren besten Zeiten immer ausgezeichnet hatte. Irgendwie wusste man, dass Dallas die engen Spiele gewinnen würde.

Auf der Suche nach Mister Clutch

Der Hauptgrund war neben Nowitzki schon damals Terry. Der 31-Jährige hatte großen Anteil, dass die Mavs vor zwei Jahren die Finals erreichten. Terry entschied unzählige Spiele mit entscheidenden Körben in der Schlussphase. Er hat das Potenzial, Mister Clutch zu sein.

In der aktuellen Zusammensetzung der Mavericks ist es zwingend erforderlich, dass Terry im letzten Viertel in Höchstform spielt.

Von niemand anderem kann Nowitzki große Hilfe erwarten. Josh Howard ist in erster Linie ein "Erstes-Viertel-Spieler". War er immer, wird er wohl immer bleiben. Jason Kidds Wurf ist nicht für die Crunch-Time gemacht, um es vorsichtig auszudrücken. Jerry Stackhouse war früher mal ein Faktor, heute nicht mehr. Bleibt Terry.

Ausgerechnet ihn zu traden, wäre deshalb keine gute Idee. Ein Terry-Trade wird auch nicht passieren. Weil es sportlich keinen Sinn ergibt und weil Nowitzki sicher nicht froh wäre, wenn die Mavs Terry abgeben würden.

Nowitzki: "Terry ist mein bester Freund"

"Jason ist nicht nur ein sehr wichtiger Spieler für uns. Er ist einer meiner besten Freunde in der Mannschaft. Er ist ein super netter Kerl und sitzt ja auch in der Kabine neben mir. Er hat in jeder Situation einen Spruch auf Lager", beschreibt Nowitzki gegenüber SPOX Terry.

Wenn der Ball kurz vor Schuss nicht in seinen Händen sein kann, will Nowitzki, dass er bei Terry ist. Gegen Orlando und New York war es Pech, mehr nicht.

"Ich bin der X-Faktor, weil ich ein außergewöhnlicher Spieler bin. Ich weiß, wie wichtig ich für uns bin", wird Terry deutlich. Er kennt den Schlüssel zum Erfolg: Er muss auch auf dem Feld wieder Nowitzkis bester Freund sein.

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