Freitag, 07.02.2014

Abfahrtstraining in Rosa Chutor

Höfl-Riesch sieht Chancen sinken

Maria Höfl-Riesch sieht ihre Medaillenchancen nach den Erfahrungen der ersten beiden Abfahrtstrainings als etwas geschmälert an. Die veränderte Kurssetzung im unteren Abschnitt der Olympia-Piste und der entschärfte Zielsprung kämen ihr und ihrem Material überhaupt nicht entgegen, sagte Höfl-Riesch am Freitag nach der zweiten Übungsfahrt in Rosa Chutor, die sie als Elfte beendete.

Maria Höfl-Riesch wirkte nach dem Abfahrtstraining ein wenig ernüchtert
© getty
Maria Höfl-Riesch wirkte nach dem Abfahrtstraining ein wenig ernüchtert

Ihr Rückstand auf die Tagesschnellste, Fabienne Suter aus der Schweiz, betrug 1,17 Sekunden. Viktoria Rebensburg belegte mit einem Rückstand von 1,90 Sekunden Platz 21. Höfl-Riesch erwägt nun für die erste Entscheidung in der Super-Kombination am Montag (8.00 Uhr im LIVE-TICKER) einen Materialwechsel, um wieder näher an die Konkurrenz heranzukommen.

"Mit den Männer-Ski, die ich seit Saisonbeginn fahre, habe ich mich bis jetzt immer gut gefühlt. Aber wenn man in den Kurven oder am Zielsprung das Tempo so rausnimmt wie hier, werden die Fliehkräfte so gering, dass es schwierig wird mit diesen Ski", sagte Höfl-Riesch. Die 29-Jährige, die als Favoritin in die Kombi und Kandidatin auf eine Medaille in die Abfahrt am Mittwoch geht, hält es für "übertrieben, dass der Kurs so umgesetzt wurde. Das ist kein Abfahrtstempo mehr."

Die Veränderungen waren vorgenommen worden, weil einige Fahrerinnen im ersten Training am Donnerstag Probleme mit dem finalen Abschnitt hatten. Insgesamt hält Höfl-Riesch die Strecke im Kaukasus aber für "olympiawürdig", wie sie betonte.

Verzicht auf drittes Training

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Trotz der Probleme am Freitag mit einem schweren Patzer an der Einfahrt Zielhang ("da habe ich total eingeparkt") wird sie aller Voraussicht nach auf das dritte Training am Samstag verzichten und mit Blick auf die Kombi stattdessen Slalom trainieren. "Zu oft brauchst du da auch nicht runterfahren, sonst weißt du gar nicht mehr, wo du hin musst", sagte sie scherzhaft.

Mit Suter, der Liechtensteinerin Tina Weirather und Anna Fenninger aus Österreich waren am Freitag ausnahmslos Fahrerinnen vorne, die als gute Technikerinnen gelten. Diesen Athletinnen kommen die Änderungen eher entgegen.


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