Olympia

Mister Miracle braucht dieses Mal kein Wunder

SID
Die Geschichte von Mark Johnson (l.) und Co. kam 2004 als "Das Wunder von Lake Placid" ins Kino
© Getty

30 Jahre nach dem Miracle on Ice will einer der Helden wieder Olympia-Geschichte schreiben: Damals war Mark Johnson als Spieler maßgeblich beteiligt, heute will er als Trainer Gold holen.

Als Spieler hat sich Mark Johnson mit seinen zwei Treffern beim sagenumwobenen 4:3-Sieg der amerikanischen College-Boys 1980 in Lake Placid gegen die Eishockey-Übermacht Sowjetunion bereits unsterblich gemacht.

In Vancouver peilt er als Trainer des Frauen-Teams der USA sein zweites Gold an. Helfen soll dabei die Erinnerung an die nach wie vor größte Sensation in der amerikanischen Sportgeschichte.

"Unser damaliger Coup hat mich gelehrt, dass man immer gewinnen kann, wenn man es sich vornimmt und alles dafür tut. Das ist es, was ich meiner Mannschaft mit auf den Weg gebe", sagt Johnson.

"Völlig andere Ausgangslage"

Doch anders als in Lake Placid benötigt Mister Miracle dieses Mal kein Wunder: Die US-Girls sind neben Gastgeber Kanada, der zum Auftakt am Samstag gegen die Slowakei antritt, die großen Gold-Favoriten.

"Die Ausgangslage ist eine völlig andere. Damals hatten sich nicht einmal Phantasten vorstellen können, dass wir die Russen schlagen würden. Und kurze Zeit später sitzen wir im Weißen Haus und frühstücken mit dem Präsidenten", sagt der 52-Jährige, der mit seinen beiden Ausgleichstreffern zum 2:2 und 3:3 großen Anteil am Sensationssieg über die russischen Staats-Amateure am 22. Februar 1980 hatte, der Grundstein für den Olympiasieg war.

Die Chancen auf einen zweiten Triumph für Johnson, dessen Team am Sonntag gegen China ins Turnier startet, stehen gut. Alles andere als ein Endspiel zwischen dem Weltranglistenersten USA und Kanada am 25. Februar wäre eine große Überraschung.

Vor vier Jahren in Turin triumphierte zwar Kanada, doch bei den zwei vergangenen Weltmeisterschaften behielt jeweils der Erzrivale aus dem Nachbarland die Oberhand.

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"Das wird heiß"

"Ein Finale zwischen beiden Teams ist das, was sich alle wünschen. Das wird heiß", sagt Johnson. Doch so aggressiv wie bei den Männern wird selbst das hitzige Duell zwischen den beiden Rivalen nicht sein.

Denn bei den Frauen sind Bodychecks verboten und werden mindestens mit einer Zweiminutenstrafe geahndet. "Dadurch sind Eltern nicht so besorgt, wenn sie ihre Töchter zum Eishockey schicken", erklärt US-Verteidigerin Angela Ruggiero: 'Ich persönlich würde es lieben, checken zu dürfen."

Die deutsche Nationalmannschaft, die in Turin noch mit Platz fünf überrascht hatte, ist nicht am Start. Das Team von Bundestrainer Peter Kathan konnte sich nicht für die Spiele qualifizieren.

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