Samstag, 26.07.2008

Frauen gewinnen vor Rekordkulisse

Glanzvolle Siege für DHB-Teams

Köln - Die beiden deutschen Handball-Teams haben zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele mit glanzvollen Siegen ansteigende Form nachgewiesen und sich Mut für Peking gemacht.

Dominik Klein
© Getty

Dank einer Offensiv-Gala gewannen die Weltmeister an der Stätte ihres WM-Triumphes in Köln mit 32:25 (19:12) gegen Russland und bescherten damit Bundestrainer Heiner Brand ein passendes Geschenk zu dessen 56. Geburtstag.

Anschließend überzeugte das Frauen-Team beim 30:19 (14:9)-Kantersieg gegen Afrikameister Angola mit Spielfreude und gelungenen Ballpassagen.

Vor 17 587 Zuschauern in der Lanxess-Arena waren die Lemgoer Michael Kraus (9/3) und Lars Kaufmann (6) die besten Werfer im Männer-Team des Deutschen Handballbundes (DHB), das am 27. Juli im westfälischen Halle erneut auf den Rekord-Olympiasieger trifft.

Beeindruckende Kulisse

Vor der inoffiziellen Weltrekord-Kulisse für Frauen-Handball von 14 300 Zuschauern warfen Spielführerin Grit Jurack (Viborg/5/3) sowie Mandy Hering (Frankfurt/Oder/4) und Laura Steinbach (Leverkusen/4/1) die meisten Tore.

"Das war ein richtig schönes Spiel", sagte Frauen-Bundestrainer Armin Emrich. In den letzten Testspielen vor dem Abflug nach China spielen die Männer sowie im Anschluss die Frauen in Halle erneut gegen Russland und Angola.

"Ich bin zufrieden, dass wir im Vergleich zu den beiden Spielen in der Vorwoche eine Leistungssteigerung gezeigt haben. Ohne den Sieg überbewerten zu wollen, haben wir gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", urteilte Jubilar Brand, der am Abend mit seinen Spielern noch ein wenig feiern wollte. "Ich werde mit der Mannschaft noch ein Bier trinken. Das hat sie sich verdient", sagte der Gummersbacher.

Vogelnest und Co.: Das Epizentrum der Sommerspiele
Keine Angst, das Olympiastadion steht nicht in Flammen. Hier wird die Eröffnungsfeier geprobt
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Keine Angst, das Olympiastadion steht nicht in Flammen. Hier wird die Eröffnungsfeier geprobt
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Herzstück der Spiele: National Stadium (o.l.), National Indoor Stadium (u.) und National Aquatics Center
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Herzstück der Spiele: National Stadium (o.l.), National Indoor Stadium (u.) und National Aquatics Center
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Der ganze Stolz der Gastgeber ist das Vogelnest, das erst kurz vor den Spielen fertig wurde
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Über 90.000 Zuschauer finden Platz. Die Architekten entwarfen auch die Münchner Allianz Arena
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36 Kilometer sind die Stahlstreben lang, die das charakteristische Geflecht bilden
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Die Leichtathletik-Wettbewerbe, das Fußball-Finale der Männer sowie die Anfangs- und Schlussfeier finden hier statt
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Nicht minder spektakulär als das Olympiastadion ist die Schwimmhalle
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Das National Aquatics Center wird allenthalben nur Wasserwürfel genannt
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Das National Aquatics Center wird allenthalben nur Wasserwürfel genannt
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Mit seiner Wabenoptik erinnert der Bau ebenfalls ans Münchner Fußballstadion
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Mit seiner Wabenoptik erinnert der Bau ebenfalls ans Münchner Fußballstadion
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Die 3000 aufblasbaren Kissen können in verschiedenen Farben leuchten
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Die 3000 aufblasbaren Kissen können in verschiedenen Farben leuchten
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Nach den Spielen kommt ein Freizeitbad in den Wasserwürfel
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Nach den Spielen kommt ein Freizeitbad in den Wasserwürfel
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Schwimmer, Synchronschwimmer und Wasserspringer sind hier aktiv. 17.000 Zuschauer passen rein
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Schwimmer, Synchronschwimmer und Wasserspringer sind hier aktiv. 17.000 Zuschauer passen rein
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Schmuck ist auch das National Indoor Stadium mit dem geschwungenen Dach
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Schmuck ist auch das National Indoor Stadium mit dem geschwungenen Dach
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Handballer, Turner und Trampolin-Artisten werden hier vor 18.000 Zuschauern um Medaillen kämpfen
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Handballer, Turner und Trampolin-Artisten werden hier vor 18.000 Zuschauern um Medaillen kämpfen
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Hens und Jansen angeschlagen 

Zwei Wochen vor dem Auftaktspiel in Peking gegen Südkorea musste Brand erneut experimentieren. Neben Rückraum-Ass Pascal Hens konnte kurzfristig auch dessen Hamburger Clubkollege Torsten Jansen nicht auflaufen.

Der Linksaußen laboriert an einer Verhärtung in der linken Wade. Trotzdem bestimmte der Weltmeister von Beginn an die Partie. Vor allem das Angriffsspiel war nicht nur sehenswert, sondern auch erfolgreich. Über 11:7 (16.) und 19:12 zur Pause enteilte der Gastgeber bis auf 22:13 (35.).

DHB-Frauen ohne Mühe

Auch die Frauen stellten die Weichen zeitig auf Sieg. Mit geduldigem Spiel gegen die unorthodoxe Abwehr der Afrikanerinnen erspielte sich der WM-Dritte Torchance auf Torchance und hatte beim 11:4 (22.) gegen den WM-Siebten für klare Verhältnisse gesorgt.

Dabei profitierte der Gastgeber, der beim 23:13 (49.) erstmals mit zehn Treffern vorn lag, vom unerwartet schwachen Auftritt der Gäste. Noch bei der WM im Dezember vorigen Jahres hatte die deutsche Mannschaft im Viertelfinale lediglich mit 36:33 gewonnen.


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