Nach Franke-Anschuldigungen

Behle wehrt sich gegen Doping-Anschuldigungen

SID
Montag, 08.10.2007 | 19:45 Uhr
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Erfurt - Skilanglauf-Bundestrainer Jochen Behle wehrt sich gegen Vorverurteilungen, die den Skilanglauf nach den Radsport-Skandalen als ebenfalls dopingverdächtig darstellen.

Vor allem der Heidelberger Molekularbiologe und Doping-Jäger Werner Franke bezeichnete den nordischen Skisport wiederholt als besonders verseuchte Sportart. Der Suhler Tageszeitung "Freies Wort" sagte Behle: "Herr Franke hat mitunter Fantastereien im Kopf, die keiner seriösen Überprüfung standhalten. Er stellt Dinge in den Raum, die einfach nicht der Wahrheit entsprechen. Offenbar wird er vom Geltungsdrang angetrieben."

Unterstützung erhält Behle vom Präsidenten des Deutschen Skiverbandes (DSV), Alfons Hörmann.

Hörmann fordert Franke zur Mitarbeit auf

Franke sei zweifelsohne ein Fachmann auf diesem Gebiet, sagte Hörmann: "Dennoch verwahre ich mich gegen solche Pauschalurteile." Zugleich sucht der DSV-Präsident nach Auswegen aus dem vergifteten Klima. "Wir sind für jede konstruktive Mitarbeit und Verbesserungsvorschläge offen und dankbar. Wir laden Herrn Franke ein, mit uns gemeinsam darüber zu diskutieren, was der DSV noch besser machen könnte", hatte er bereits im Juli betont.

"Wie aus der DSV-Chefetage zu erfahren war, hat es in den mittlerweile verstrichenen drei Monaten keinerlei Antwort von Werner Franke auf die DSV-Gesprächsofferte gegeben - nicht einmal eine abschlägige", schreibt das "Freie Wort".

"EPO ist ein Problem"

Behle sagte weiter: "Natürlich hat es im internationalen Langlauf, wie in allen Ausdauersportarten, schon viele Dopingfälle gegeben. Doch der Vergleich mit dem Profiradsport hinkt an allen Ecken und Enden. Bei uns gab und gibt es Tausende Kontrollen, die auch greifen. Dort wo die Radfahrer jetzt erst langsam hinkommen, dass nämlich eine abschreckende Wirkung erzielt wird, da ist der Skisport, insbesondere der DSV, schon vor Jahren angekommen."

Gleichwohl räumt er auch weiter Probleme ein.

"Speziell das Blutdopingmittel EPO ist auch für den internationalen Skiverband FIS ein permanentes Thema. Ich hoffe, dass es trotz der Riesenkosten, die damit verbunden sind, eines Tages in den Griff zu bekommen ist", sagte er der Zeitung.

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