Wintersport

Biathlon: Bö knackt Siegrekord - Peiffer Dritter

SID
Johannes Thingnes Bö hat beim Weltcup-Finale den Rekord für die meisten Siege innerhalb eines Winters geknackt.
© getty

Biathlon-Dominator Johannes Thingnes Bö hat beim Weltcup-Finale in Oslo den Rekord für die meisten Siege innerhalb eines Winters geknackt. Der Norweger feierte in der Verfolgung über 12,5 km am Samstag den 15. Erfolg im 24. Rennen der Saison, so häufig hatte kein Biathlet je zuvor triumphiert.

Einzel-Weltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) wurde nach einer Strafrunde mit 18,2 Sekunden Rückstand Dritter und lief zum fünften Mal in dieser Saison auf das Podest. "Ich bin sehr zufrieden, am Ende ein Podestplatz ist immer schön", sagte am ARD-Mikrofon.

Einzel-Olympiasieger Bö, der bei der WM in Östersund vier Goldmedaillen gewonnen hatte, feierte nach seinem Triumph im Sprint am Vortag trotz dreier Strafrunden einen Start-Ziel-Sieg. Hinter dem Gesamtweltcupsieger, der zum 36. Mal in seiner Karriere gewann, landete sein Bruder Tarjei (1 Strafrunde/13,9 Sekunden zurück).

Zweitbester Deutscher wurde Benedikt Doll (Breitnau/3) auf Rang sieben, Lucas Fratzscher (Oberhof/1) kam auf Platz 15. Erik Lesser (Frankenhain/24.), Johannes Kühn (Reit im Winkl/32.), Philipp Nawrath (Nesselwang/37.) und Philipp Horn (Frankenhain/53.) verpassten die Top-20 hingegen. Bei den Frauen hatte zuvor Weltmeisterin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) den zweiten Rang belegt.

Bö sicherte sich auch die kleine Kristallkugel im Verfolgungs-Weltcup. Die Siege in der Gesamtwertung sowie im Sprint- und Einzel-Weltcup hatte Bö schon vor dem Heimspiel am Holmenkollen perfekt gemacht. Der 25-Jährige hatte am Freitag durch seinen Sieg im Sprint bereits die Sieg-Bestmarke des Franzosen Martin Fourcade (2016/17) eingestellt. Bei den Frauen hält die Schwedin Magdalena Forsberg den Rekord mit 14 Erfolgen aus der Saison 2000/01.

ÖSV-Athlet Felix Leitner läuft zur Höchstform auf

Felix Leitner hat seine gute Ausgangslage in der Verfolgung genutzt und ist an seinem ersten Karriere-Podest nur hauchdünn vorbei geschrammt. Der frühere dreifache Juniorenweltmeister nutzte seine gute Ausgangslage als 10. im Sprint und brillierte als einziger im Feld mit einer fehlerfreien Schießleistung.

Nur 24 Stunden nach seinem zehnten Platz, der sein bisher bestes Ergebnis im Weltcup markiert hatte, legte Leitner in eindrucksvoller Manier nach. "Wahnsinn, ich kann es immer noch nicht fassen. Ich war heute in so einem Flow drinnen. Ich konnte immer mitlaufen und habe versucht die Lücken zu schließen. Beim Schießen habe ich sauber gearbeitet und ist es mir voll aufgegangen", sagte Leitner.

Und weiter: "In der letzten Runde ist Arnd bis zum Schluss nicht vorbeigegangen. Zum Schluss hatte ich aber keine Chance gegen ihn, ich bin mit dem vierten Platz aber auch sehr zufrieden. Im Ziel hat er sich bei mir fast entschuldigt, dass er mich am Ende so stehen lassen hat."

Zum Abschluss des Weltcup-Winters stehen für die Biathleten am Sonntag noch die Massenstarts an. Die Frauen gehen um 13.45 Uhr in die Loipe, die Männer starten um 16.30 Uhr (beide im Liveticker).

 

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