Dienstag, 09.02.2016

Graabak siegt

Frenzel Zweiter in Trondheim

Olympiasieger Eric Frenzel hat seine Aufholjagd beim Weltcup der nordischen Kombinierer im norwegischen Trondheim mit Platz zwei gekrönt.

Frenzel hatte in der Loipe zu viel Rückstand
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Frenzel hatte in der Loipe zu viel Rückstand

Der Weltcup-Spitzenreiter aus Oberwiesenthal musste sich nach dem Springen von der Großschanze und dem 10-km-Langlauf am Ende nur um 5,1 Sekunden Sotschi-Doppel-Olympiasieger Jörgen Graabak aus Norwegen geschlagen geben. Für den fünfmaligen Saisonsieger Frenzel war es der achte Podestplatz der laufenden Saison.

Rang drei ging an Graabaks Landsmann Jarl Magnus Riiber. Der 18-Jährige hatte am vergangenen Samstag in Oslo erstmals im Weltcup triumphiert und unterstrich mit dem erneuten Podestpatz seine enormen Fähigkeiten.

Das gute deutsche Mannschaftsergebnis rundeten Weltmeister Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Manuel Faißt auf den Plätzen fünf, sechs und acht ab. Besonders Johannes Rydzek setzte in der Loipe ein Achtungszeichen. Der 24-Jährige war nach Platz 22 von der Schanze mit einem gewaltigen Rückstand von 2:00 Minuten ins Rennen gegangen.

Frenzel baut Vorsprung aus

Frenzel baute mit Platz zwei seinen Vorsprung in der Weltcup-Gesamtwertung gegenüber dem in Trondheim viertplatzierten Japaner Akito Watabe weiter aus. Nach dem elften Saison-Wettbewerb liegt Frenzel mit 811 Punkten deutlich vor Watabe (684), der seinerseits 41 Zähler Vorsprung auf den drittplatzierten Fabien Rießle hat.

Nach einem aus deutscher Sicht durchwachsenen Springen lief es für Frenzel und Co. in der gut präparierten Loipe deutlich besser. "Die Strecke ist in einem sehr guten Zustand, ich werde alles geben, um noch ein paar Plätze gutzumachen", sagte Frenzel, der sich auf hartem Untergrund deutlich wohler fühlt. Die weiche Spur zuletzt in Oslo hatte ihm deutlich mehr zu schaffen gemacht.

Der dreimalige Weltmeister machte sich dann auch gemeinsam mit Jörgen Graabak sofort auf die Verfolgung. Und mit jeder der zwei Kilometer langen Runde schrumpfte der Vorsprung auf Jarl Magnus Riiber dahin.

Angriff bei Kilometer acht

Bei Kilometer acht hatte das Duo den neuen Stern am Kombinierer-Himmel gestellt und ließ den Jungstar einfach stehen. Beim Anstieg rund 800 Meter vor dem Ziel griff dann Graabak an und legte mit einem Sprint den Grundstein zu seinem zweiten Weltcupsieg. Frenzel war zwar geschlagen, bestieg aber bei der Siegerehrung dennoch mit einem Lächeln das Podium.

Der Wettbewerb in Trondheim wurde als Ersatz für die Ende November ausgefallene Auftakt-Konkurrenz im finnischen Ruka ausgetragen. Am Mittwoch (13.00/15.15 Uhr) findet in Trondheim das zweite Einzel statt.


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