Ihle vor WM-Teilnahme

SID
Samstag, 30.01.2016 | 16:09 Uhr
Nico Ihle hat wichtige Punkte im Rennen um das WM-Ticket gesammelt
© getty
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Nico Ihle hat im Rennen um ein Ticket für die Einzelstrecken-WM im russischen Kolomna einen wichtigen Punktsieg gefeiert. Der Olympiavierte aus Chemnitz schlug sich beim 1000-m-Weltcup in Stavanger am Samstag in 1:09,64 Minuten achtbar und belegte den zehnten Rang.

Damit ließ Ihle den zuvor in der B-Gruppe gestarteten Hubert Hirschbichler (Inzell/1:10,43) im teaminternen Duell deutlich hinter sich. Das Duo kämpft in Norwegen um den einzigen deutschen Startplatz für das 1000-m-Rennen beim Saisonhöhepunkt in zwei Wochen.

"Es war ein runder Lauf, der mich an die Grenzen gebracht hat. Es tut richtig weh", sagte Ihle, der im Innenraum erschöpft die Läufe der Konkurrenz beobachtete. Die Bestzeit des im ersten Rennen gestarteten 30-Jährigen hielt noch vier Paarungen, dann wurde Ihle im Klassement durchgereicht.

Angesichts der fast sicheren WM-Qualifikation war er dennoch zufrieden: "Der Lauf war ein Schritt nach vorne. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, aber es sieht ganz gut aus." Am Sonntag hat Hirschbichler noch die Möglichkeit, Ihles Zeit über die lange Sprintdistanz zu unterbieten.

Pechstein beste Deutsche

Das Podest war für Ihle am Samstag allerdings außer Reichweite. Russlands WM-Favorit Pawel Kulischnikow siegte in 1:08,10 Minuten vor Kjeld Nuis (Niederlande/1:08,12) und seinem Landsmann Denis Juskow (1:08,72).

Langstreckenhoffnung Patrick Beckert überzeugte im 5000-m-Lauf. Beim Sieg von Weltmeister Sven Kramer (Niederlande/6:15,71) belegte der Erfurter in 6:21,00 Minuten einen starken fünften Platz. Moritz Geisreiter (6:29,38) wurde Elfter.

Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein war bei ihrem ersten Einsatz in Stavanger einmal mehr beste Deutsche. In der B-Gruppe über 1500 m wurde die 43-Jährige in 1:59,79 Minuten Fünfte.

Bente Kraus (beide Berlin/2:02,59) kam über den 13. Rang nicht hinaus, in der A-Gruppe war Gabriele Hirschbichler (Inzell/1:59,86) ebenfalls langsamer. Der Sieg ging an Martina Sablikova (Tschechien/1:55,44).

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