Bittere Erkenntnis nach den ersten Springen

Tournee für Freitag und Co. zu groß

SID
Freitag, 02.01.2015 | 11:46 Uhr
Richard Freitag und Co. konnten bislang noch nicht überzeugen
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
National Rugby League
Sa11:30
Roosters -
Storm
AEGON Classic Women Single
Sa12:30
WTA Birmingham: Halbfinals
Mallorca Open Women Single
Sa15:00
WTA Mallorca: Halbfinals
Rugby Union Internationals
Sa21:15
Argentinien -
Georgien
AEGON International Women Single
So12:00
WTA Eastbourne: Tag 1
AEGON Classic Women Single
So14:30
WTA Birmingham: Finale
Mallorca Open Women Single
So17:00
WTA Mallorca: Finale
AEGON International Women Single
Mo12:00
WTA Eastbourne: Tag 2
AEGON International Women Single
Di12:00
WTA Eastbourne: Tag 3
Boodles Challenge
Di13:30
The Boodles -
Tag 1
AEGON International Women Single
Mi12:00
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
Mi13:30
The Boodles -
Tag 2
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles -
Viertelfinals
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles -
Halbfinals
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
FIBA U19 World Cup
Sa15:15
Argentinien -
Frankreich
FIBA U19 World Cup
Sa17:30
Iran -
USA
FIBA U19 World Cup
Sa17:45
Deutschland -
Litauen
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
FIBA U19 World Cup
So15:30
Frankreich -
Neuseeland
FIBA U19 World Cup
So16:00
Spanien -
Kanada
FIBA U19 World Cup
So17:45
Puerto Rico -
Deutschland
FIBA U19 World Cup
Di13:45
Spanien -
Mali
FIBA U19 World Cup
Di16:00
Italien -
USA
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1

Als die deutschen Skispringer am Freitag in ihren vollgepackten Autos nach Innsbruck aufbrachen, war eine bittere Erkenntnis mit an Bord: Für Severin Freund, Richard Freitag und Co. ist die Vierschanzentournee allen mutigen Ansagen zum Trotz noch immer eine Nummer zu groß. "Man muss ganz nüchtern feststellen: Wir waren noch nicht so weit", sagte ein enttäuschter Bundestrainer Werner Schuster nach den Lehrstunden in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen.

Die Zahlen sind in der Tat ernüchternd: Statt des erträumten ersten deutschen Tournee-Sieges seit 13 Jahren findet sich zur Halbzeit kein einziger DSV-Adler in den Top 10 der Gesamtwertung. Dabei schienen die Voraussetzungen mit den Saisonsiegen von Severin Freund und Richard Freitag günstig wie nie. "Bei besonderen Events scheint aber die Stress-Resistenz nicht gegeben zu sein", sagte Schuster und gestand ein, dass das Problem wohl im Kopf liegt.

Noch vor einer Woche waren aus dem deutschen Team ganz andere Töne zu hören gewesen, der große Coup sollte endlich gelingen. "Ich denke, das war eine realistische Ansage. Ich hatte das Gefühl, dass die Mannschaft ein Stück weiter ist", sagte Schuster. Doch am Ende erwiesen sich gerade Freund und Freitag als noch nicht reif genug. "Unter Stress bricht das System unserer besten Flieger zusammen. Für den Alltagsgebrauch bei den Rentieren in Kuusamo reicht es, für die Tournee noch nicht", sagte Schuster.

Freund wirkt ratlos

Auch der hoch gehandelte Freund wirkte ein wenig ratlos angesichts der Plätze 13 und 10 in der ersten Tournee-Hälfte. "Wir versuchen jedes Jahr, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Aber es war nicht meine letzte Tournee, deswegen werde ich es nächstes Jahr wieder genauso versuchen", sagte der als Mitfavorit angereiste Niederbayer. Doch mehr als die Hoffnung auf ein gutes Tagesergebnis ist nicht geblieben.

Und so wurde bei der Tournee wieder einmal deutlich, dass den deutschen Skispringern im Vergleich zur Weltspitze noch etwas fehlt. "Severin und Richard haben schon einiges gewonnen. Aber für die Big Points muss man als Gesamtpersönlichkeit echt weit sein, um hier mal zehn, zwölf Tage lang im richtigen Moment die richtigen Sprünge abliefern zu können", sagte Schuster und sprach dann zum dritten Mal den Satz aus, den er eigentlich nie mehr sagen wollte: "Wir waren noch nicht soweit."

Fans stellen Schuster in Frage

Für Schuster muss diese Erkenntnis besonders bitter sein, denn auch er weiß: Bei der Tournee schauen Millionen Fans zu, die nun auch seine Arbeit in Frage stellen. Doch der Österreicher hat gute Argumente. Als er im März 2008 den Posten des Bundestrainers übernahm, hatten die DSV-Adler in der gesamten Saison gerade zwei Podestplätze zu feiern. Seither ist diese Zahl in jedem Jahr gestiegen, in der vergangen Saison sogar auf 16 - mit Team-Gold in Sotschi als Krönung.

Ein paar Ziele bleiben dem Team für die Wettkämpfe am Sonntag in Innsbruck und am Dienstag in Bischofshofen dann aber doch noch. "Fast alle können noch ihr bestes Tournee-Resultat erzielen", sagte Schuster. Bei Freund ist das bislang der siebte Rang, bei Freitag der zehnte. Doch dafür muss wohl endlich der ersehnte Podestplatz her. Und auch Schuster weiß: "Das wird eine Herkulesaufgabe."

Das Springen in Garmisch im RE-LIVE

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung