Donnerstag, 06.11.2014

Neue Startzeitnormen des BSD

Weltcup ohne Florschütz und Martini

Ohne Ex-Europameister Thomas Florschütz und die frühere Weltmeisterin Cathleen Martini kämpfen Deutschlands Bob-Piloten am Wochenende in Winterberg vor der neuen Saison um die Qualifikation für den Weltcup. Die beiden Routiniers sind an den neuen Startzeit-Normen des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland gescheitert, die der BSD nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Spielen in Sotschi ohne deutsche Medaille eingeführt hatte.

Thomas Florschütz fühlt sich vom Verband fallen gelassen
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Thomas Florschütz fühlt sich vom Verband fallen gelassen

Erst Ende Dezember sollen beide die Chance erhalten, sich im Rahmen der deutschen Meisterschaften (ab 27.12.) doch noch für die zweite Saisonhälfte und damit auch für die Heim-WM 2015 in Winterberg zu qualifizieren.

"Ich habe viele Federn und Nerven gelassen in den vergangenen Wochen, ganz klar", sagte die 32-jährige Martini dem "SID": "Mittlerweile versuche ich aber, das als Chance zu sehen, im Winter ausgeruht noch einmal anzugreifen."

Florschütz hatte nach der vergangenen Saison vier seiner Anschieber verloren. "Meine Situation ist dramatisch. Ich habe kein funktionierendes Team, das ist das größte Problem", sagte der 36-Jährige der Sächsischen Zeitung: "Und trotzdem verstehe ich nicht, warum mich der Verband nicht bei der Selektion starten lässt."

Florschütz erhebt Vorwürfe gegen den BSD

Angesichts der schwierigen personellen Situation erhebt Florschütz zudem Vorwürfe gegen den BSD: "Ich habe auch alles versucht. Trotzdem kann es doch nicht sein, dass Leute, die jahrelang ihre Leistung gebracht haben, jetzt einfach fallen gelassen werden. Ich fühle mich allein gelassen. Und das ist einfach traurig."

Bundestrainer Christoph Langen warb indes für Verständnis für die harte Linie des BSD, mit der langfristig die bei Olympia schwachen Startzeiten verbessert werden sollen. Es sei "legitim für den Verband, nicht mehr von Saison zu Saison zu schauen, sondern alles auf 2018 auszurichten", sagte der 52-Jährige dem SID. In dreieinhalb Jahren steigen die nächsten Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang.


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