Sonntag, 05.02.2012

Severin Freund Vierter

Stoch gewinnt Springen in Predazzo

Andreas Wank flatterten nach der Halbzeit-Führung die Nerven, Richard Freitag kostete ein Wackler bei der Landung das Podest.

Kamil Stoch konnte das Weltcup-Springen in Predazzo für sich entscheiden
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Kamil Stoch konnte das Weltcup-Springen in Predazzo für sich entscheiden

Beim Skisprung-Weltcup im Val di Fiemme hatte letztlich nur Severin Freund gut lachen. Der 23-Jährige war am Samstag auf Platz zwei geflogen, ehe die deutschen Adler das Podest einen Tag später komplett verfehlten.

"Nach dem schlimmen Ergebnis von letzter Woche war ich ein bisschen angefressen. Das muss ich ja als Leistungssportler auch sein. Dafür habe ich das hier ganz gut hinbekommen", sagte Freund. Einen Tag nachdem er sich nur Gregor Schlierenzauer geschlagen geben musste, landete der Bayer auf Platz fünf. Einen Platz hinter Freitag, jedoch weit hinter Sieger Kamil Stoch.

Freitag mit Problemen bei der Landung

Freitag ärgerte sich über einen kleinen Patzer bei der Landung, der ihn mindestens die 1,5 Punkte gekostete hatte, die ihm auf den drittplatzierten Norweger Anders Bardal gefehlt hatten. "Eine bessere Landung hätte das Treppchen bedeuten können. Aber meine Sprünge waren hier auch nicht optimal", sagte der 20-Jährige aus Aue, der am Tag zuvor Neunter geworden war.

Bundestrainer Werner Schuster trauerte dem verpassten Podestplatz nicht nach. "Wir sind zweimal mit drei Leuten in die Top Ten gesprungen. Damit bin ich zufrieden und das stimmt mich sehr zuversichtlich. Besonders Severin hat gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist", sagte Schuster.

Wank riskiert zu viel

Etwas Trost mussten Freitag und Freund derweil Andreas Wank spenden. Der Junioren-Weltmeister hatte von den teilweise schwierigen Windbedingungen im ersten Durchgang profitiert und überraschend geführt. "Dann war er im Absprung wohl ein bisschen zu aggressiv. Aber er wird schon noch einmal die Chance bekommen", meinte Freitag.

Von Platz eins fiel Wank nach einem zu kurzen Sprung und einer völlig missratenen Landung, bei der er auch noch kurz in den Schnee gegriffen hatte, auf Rang neun zurück.

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Der deutsche Helmut Recknagel (l.) holte in den 50er Jahren ein Mal Gold bei den Olympischen Spielen, zwei Mal Gold bei der WM und gewann drei Mal die Vierschanzentournee
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Der Norweger Björn Wirkola (r.) räumte in den 60er Jahren kräftig ab und sicherte sich drei Gesamtsiege bei der Vierschanzentournee
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Der Österreicher Andreas Goldberger fuhr 20 Weltcupsiege ein und gewann zwei Mal die Vierschanzentournee (92/93, 94/95)
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Die umgerechnet sechs Meter Vorsprung aus dem ersten Versuch waren da bei Weitem nicht genug. "Ich bin für mein Risiko nicht belohnt worden. Aber es war ein schönes Gefühl, als letzter zu starten", sagte der Oberhofer. Immerhin war er damit einen Platz besser als 24 Stunden zuvor.

Nykänen-Rekord wackelt

Der große Gewinner des Wochenendes war einmal mehr Gregor Schlierenzauer. Mit seinem 40. Weltcup-Sieg schob sich der Österreicher in der ewigen Bestenliste an dem Polen Adam Malysz vorbei und ist nun alleiniger Zweiter. Somit dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der "ewige Rekord" von 46 Siegen des Finnen Matti Nykänen geknackt wird.

Alles gelang Schlierenzauer auf der WM-Schanze des kommenden Jahres in Predazzo dann aber doch nicht. In der Gesamtwertung des Weltcups fehlen dem Sieger der Vierschanzentournee noch drei Punkte, um seinen Landsmann Andreas Kofler an der Spitze abzulösen.

Schlierenzauer bleibt gelassen

Schlierenzauer nahm es gelassen: "Darauf schaue ich noch nicht. Die Saison ist ja noch lang."

Im Weltcup folgen für die deutschen Adler nun drei Heimspringen.

Bei der in Willingen beginnenden Team Tour will Freund seinen Sieg aus dem Vorjahr im Sauerland wiederholen. Die weiteren Stationen sind Klingenthal und Oberstdorf.

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Trotz der Halbzeit-Führung von Andreas Wank haben die deutschen Skispringer beim Weltcup in Predazzo das Podest verpasst.

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