Mittwoch, 20.01.2010

Eiskunstlauf-EM in Tallinn

Lindemann starker Neunter bei Pluschenko-Gala

Starkes Comeback von Eiskunstläufer Stefan Lindemann. Nach dem Kurzprogramm bei der EM belegt er Platz neun. An der Spitze liegt der bereits weit enteilte Jewgeni Pluschenko.

Jewgeni Pluschenko holte 2006 in Turin Olympisches Gold
© sid
Jewgeni Pluschenko holte 2006 in Turin Olympisches Gold

Gut, besser, Pluschenko - Olympiasieger Jewgeni Pluschenko hat mit einem sensationellen Kurzprogramm die allerletzten Zweifel an seinem Comeback hinweggefegt und fast alle Konkurrenten bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Tallinn förmlich zu Statisten degradiert. Fast vier Jahre nach seinem letzten großen Championat kam der 27 Jahre alte Russe auf 91,30 Punkte - ein weltweit noch nie erreichter Wert.

Im Windschatten des Ex-Weltmeisters meldete sich der bereits für Vancouver qualifizierte Stefan Lindemann ebenfalls eindrucksvoll nach fast dreijähriger Pause auf der internationalen Eisbühne zurück.

Die nahezu makellose Kurzkür des deutschen Meisters wurde mit 70,19 Zählern und einem neunten Platz belohnt. Lediglich die Landung des dreifachen Lutz war nicht optimal, hinzu kam ein leichter Wackler des Zeitsoldaten bei der abschließenden Schrittsequenz.

Pluschenko wie ein Rock-Star

Die Ovationen der 4000 Zuschauer aber galten Pluschenko, der seine Sprünge mit unglaublicher Sicherheit in das Eis der Saku Suurhall meißelte und seine vielen aus dem nahen Russland angereisten Fans mit verwirrenden Schrittkombination fast zur Ekstase trieb. Ganz in Schwarz gehüllt, mit sparsamem Pailletten-Besatz, bekreuzigte sich der Blondschopf nach seinem Vortrag und genoss die Huldigungen der EM-Besucher.

Gegen diese Demonstration sportlicher und mentaler Stärke kamen selbst Rivalen wie Ex-Weltmeister Stephane Lambiel aus der Schweiz, der knapp zwei Jahre pausiert hatte, und Titelverteidiger Brian Joubert aus Frankreich nicht an.

Lambiel offenbarte Sprungprobleme und musste mit Rang fünf zufrieden sein, Vorjahressieger Joubert eroberte mit respektablen 88,55 Zählern immerhin den zweiten Platz vor seinem Landsmann Yannick Ponsero (82,40).

"Ich breche nicht in Euphorie aus"

Dabei hatte ein nur mäßiges Abschlusstraining am frühen Morgen Versagensängste beim fünfmaligen Europameister ausgelöst. Pluschenko: "Der vierfache Toe-Loop kam einfach nicht, und ich wusste nicht, warum.

Deshalb breche ich jetzt auch nicht in Euphorie aus, obwohl ich natürlich zufrieden war." Der wie früher von Erfolgscoach Alexej Mischin betreute Ausnahmeläufer geht als hoher Favorit in die Kür-Entscheidung am Donnerstag.

"Mehr als 70 Punkte, das ist schon mal eine gute Hausmarke", kommentierte der 29 Jahre alte Lindemann, dessen Programm von der Filmmusik "Die Firma" untermalt wurde, seine mehr als solide Vorstellung.

Auch Lindemanns Trainerin Viola Striegler war hochzufrieden mit ihrem Schützling, der wegen fast schon chronischer Leistenbeschwerden bereits kurz vor dem Karriereende stand: "Jetzt hat Stefan Blut geleckt, auch weil er das Gefühl hat, dass man seine guten Leistungen mit den entsprechenden Punkten honoriert."

Savchenko/Szolkowy auf Kurs

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