Mittwoch, 20.01.2010

Sprint in Antholz

Deutscher Dreifach-Sieg in Antholz

Bei der Olympia-Generalprobe in Antholz hat Biathletin Magdalena Neuner einen deutschen Dreifachsieg gekrönt. Auf den folgenden Plätzen landeten Kati Wilhelm und Andrea Henkel.

Magdalena Neuner fuhr in Antholz ihren 14. Weltcup-Sieg ein
© sid
Magdalena Neuner fuhr in Antholz ihren 14. Weltcup-Sieg ein

Magdalena Neuner hat mit einem Sturmlauf zu ihrem ersten Saisonsieg olympische Goldhoffnungen geweckt und einen deutschen Dreifachtriumph im Sonnenschein von Antholz gekrönt.

Die sechsmalige Weltmeisterin streckte die Faust in den blauen Himmel, nachdem sie mit einer phänomenalen Schlussrunde Kati Wilhelm bei der Olympia-Generalprobe noch um 5,5 Sekunden distanziert hatte. Platz drei bei der besten deutschen Saisonleistung holte Andrea Henkel.

"Ich bin rundum glücklich"

"Das war ein Superrennen, ich bin rundum glücklich. Ich bin auf einem guten Weg Richtung Olympia. Schließlich will ich da Gold", sagte Neuner nach ihrem 14. Weltcupsieg: "Vor dem Rennen habe ich mir gesagt, dass ich noch nie ein Einzelrennen gewonnen habe, jetzt habe ich auch das geschafft."

Trotz dreier Schießfehler kassierte Neuner nach 15km die Siegprämie von 10.000 Euro - das hatte sie einmal mehr ihren schnellen Beinen zu verdanken. Nach dem letzten Schießen hatte die Wallgauerin noch 21,1 Sekunden Rückstand auf Wilhelm gehabt, doch 2,5km später im Ziel war ein Vorsprung daraus geworden.

"Wer mit drei Schießfehlern gewinnt, steht zurecht oben"

"Klar ist es ärgerlich, dass es nicht für den Sieg gereicht hat. Aber wer mit drei Schießfehlern gewinnt, steht zurecht oben", sagte die mit nur einer Strafminute belastete Wilhelm: "Ich bin total glücklich, der erste Podestplatz war sehr wichtig für mich."

Das deutsche Team nutzte die Abwesenheit eines Großteils der Weltelite um Gesamtweltcup-Spitzenreiterin Helena Jonsson (Schweden) gnadenlos aus und feierte den ersten Dreifachsieg im Weltcup seit drei Jahren. "Helena hätte uns mit ihrem starken Schießen vielleicht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber wir sind halt angetreten, die anderen nicht", sagte Henkel: "Unsere Form kommt langsam."

"Ich wollte die Schüsse ins Ziel tragen"

Die mit der Nummer eins gestartete Thüringerin war mit ihrer Leistung allerdings nicht ganz zufrieden, weil sie mit zwei Fehlern beim letzten Schießen den greifbar nahen Sieg verpasste: "Beim letzten Schießen habe ich gezittert und wollte die Schüsse ins Ziel tragen." Das überragende deutsche Teamresultat komplettierten Martina Beck als Siebte und Simone Hauswald auf Platz neun, die mit zwei Fehlern beim letzten Schießen den Sieg verschenkte.

"Lena war einfach so schnell, da habe ich den Zug verpasst", sagte Hauswald, die mit 54 Sekunden Rückstand auf Neuner die zweitbeste Laufleistung des gesamten Feldes zeigte: "Der interne Konkurrenzkampf ist gewaltig. Ich möchte nicht in der Haut des Bundestrainers stecken, der die Einsatzkonzeption für Olympia machen muss."

"Die Mädels haben überzeugt"

Bundestrainer Uwe Müssiggang ("Die Mädels haben überzeugt") hatte angekündigt, nach den Rennen in Antholz bereits die ersten Tickets für die einzelnen Rennen in Vancouver zu vergeben. Neuner hat nach ihrem Sturmlauf auf ihrer Lieblingsstrecke, auf der sie 2007 dreimal WM-Gold geholt hatte, beste Chancen.

Am Donnerstag wird die Olympia-Generalprobe mit dem 20-km-Rennen der Männer fortgesetzt, dann kämpft Olympiasieger Michael Rösch um seine letzte Chance. Das deutsche Biathlon-Team für Vancouver mit Goldkandidatin Neuner an der Spitze soll am Sonntag präsentiert werden.

Letzte Olympia-Chance für Rösch in Antholz

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