Samstag, 16.02.2008

Eisschnelllauf

Friesinger holt Weltcup - Wolf siegt erneut

Inzell - Anni Friesinger ist auf ihrer Hausbahn zum 53. Weltcupsieg gestürmt und hat damit den Gesamterfolg über 1000 Meter vorzeitig perfekt gemacht. Jenny Wolf (im Bild) stand nicht nach und hat nach ihrem 21. Weltcupsieg den Hattrick im Gesamt-Weltcup über 500 Meter dicht vor Augen.

wolf, jenny
© Getty

Mit ihren deutlichen Erfolgen haben die deutschen Eissprinterinnen beim Heimspiel auf der Freiluftbahn in Inzell die Konkurrenz erneut beeindruckt und ihre Gold-Ambitionen für die Weltmeisterschaften in Nagano nachdrücklich unterstrichen.

Anni Friesinger baute mit ihrem insgesamt neunten Saisonerfolg ihre Führung im Eisschnelllauf-Weltcup über 1000 Meter auf uneinholbare 320 Punkte auf die zweitplatzierte Chiara Simionato aus Italien aus. In 1.17,81 Minuten verwies sie Allround-Vizeweltmeisterin Ireen Wüst aus den Niederlanden mit einem Riesen-Vorsprung deutlich auf Platz zwei (1.18,79) und tankte Selbstbewusstsein für die WM.

392 Punkte Vorsprung für Wolf

Es ist bereits der achte Gesamt-Weltcup-Erfolg für die Inzellerin, der zweite über 1000 Meter nach 2006. "Mit diesem Erfolg schläft es sich besser. Die erste Runde war heute die Grundlage zum Erfolg. Eine schnellere Zeit war bei dieser Kälte und dem Gegenwind nicht drin", meinte die Olympiasiegerin.

Sprint-Weltmeisterin Jenny Wolf ist der dritte Gesamt-Weltcup-Erfolg über 500 m - ihr fünfter insgesamt - nur noch theoretisch zu nehmen. Nach ihrem insgesamt zehnten Sprinterfolg des Winters (neun Siege über 500 m/1 über 100 m) verfügt die 29-jährige Berlinerin über sagenhafte 392 Punkte Vorsprung und muss am Sonntag eigentlich nur noch an den Start gehen, um den mit 14.000 Dollar dotierten Cup mit nach Hause zu nehmen.

"Ich bin stolz, dass ich den Weltcup nun zum dritten Male gewonnen habe", meinte sie und ließ damit auch gar keinen Zweifel mehr aufkommen. Die beiden Sprints beim Weltcup-Finale im niederländischen Heerenveen sind damit für Jenny Wolf nur noch Formsache.

Heftiger Gegenwind 

In 38,66 Sekunden verfehlte sie ihren Freiluft-Weltrekord vor 1000 Zuschauern bei nicht idealen äußeren Bedingungen nur um 0,41 Sekunden. "Die Zeit war nicht ganz wunschgemäß. Dazu war der Gegenwind auf der Gegengeraden zu heftig. Aber der Abstand zur Konkurrenz stimmte", meinte sie, nachdem sie die zweitplatzierte Annette Gerritsen gleich um 0,88 Sekunden abgehängt hatte. Mit ihrer Angangzeit von 10,23 Sekunden über 100 Meter lag sie nur 1/100 Sekunde über ihrer eigenen Weltrekordzeit in der Halle.

Gute Platzierungen erzielten auf der bayrischen Freiluftbahn auch die Erfurterin Judith Hesse (39,91) als Sechste und ihre Vereinsgefährtin Pamela Zoellner (40,00) als Achte. Heike Hartmann kam über 1000 Meter auf Platz neun auch noch in die Top 10.

Erste Saisonniederlage für Wotherspoon

Bei den Herren sorgte Ex-Weltrekordler Joji Kato über 500 Meter in 35,48 Sekunden für die erste Saison-Niederlage des Kanadiers Jeremy Wotherspoon (35,61) in dessen siebentem Weltcup-Rennen. In der Gesamtwertung führt weiter der in Inzell nicht startende Lee Kang- Seok aus Südkorea mit 712 Punkten vor Wotherspoon (680).

Bester Sprinter des deutschen Teams war der Chemnitzer Nico Ihle, der in 36,78 Sekunden Platz vier in der B-Gruppe belegte.


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