Freitag, 15.02.2008

Weltcup in Willingen

Uhrmann gewinnt Qualifikation

Willingen - Mit seinem überraschenden Qualifikationssieg beim Weltcup in Willingen hat Michael Uhrmann Hoffnungen auf eine erfolgreiche Generalprobe für die Skiflug-WM in einer Woche geweckt.

Uhrmann, Skispringen, Deutschland, Qualifikation
© DPA

Der Bayer setzte sich mit einem Sprung von 142 Metern vor dem Slowenen Jernej Damjan (141) durch und kassierte 2000 Euro Prämie. "Das gibt natürlich Auftrieb. Ich bin froh, dass es wieder besser geht. Ich habe einen guten Schritt nach vorne gemacht", sagte Uhrmann.

Georg Späth und Martin Schmitt mit jeweils 129,5 Metern sowie Michael Neumayer mit 123 Metern qualifizierten sich ebenfalls für das Einzel-Springen am 17. Februar und werden das Quartett im Mannschafts-Wettbewerb davor komplettieren. Stephan Hocke schied mit 119,5 Metern aus und muss nun um seinen Platz im WM-Team bangen.

Uhrmann mit Training auf kleiner Schanze

Uhrmann wirkte nach seiner Weltcup-Pause wie ausgewechselt. Die Selbstzweifel, die ihn nach dem Debakel bei der Vierschanzentournee geplagt hatten, scheinen ausgeräumt. "Ich bin jetzt besser dabei als vor der Pause", stellte der 29-Jährige aus Rastbüchl fest.

Uhrmann hatte zu Wochenbeginn das Training auf der Großschanze in Oberstdorf abgebrochen, "weil da überhaupt nichts ging. Ich habe stattdessen auf der kleinen Schanze in der Ramsau trainiert", berichtete der Team- Olympiasieger von 2002. "Ich habe mich sehr gefreut. Das ist eine schöne Bestätigung für ihn, nachdem es im Training nicht so gut lief", sagte Bundestrainer Peter Rohwein.

Schmitt findet kein Rezept

Während sich Uhrmann in glänzender Verfassung präsentierte, können sich seine Teamkollegen noch steigern. "Ich muss an meine guten Sprünge herankommen, habe den Schlüssel dazu aber noch nicht gefunden", räumte Schmitt ein.

Auch er hatte in der Vorbereitung Probleme. "Am ersten Tag ist nichts gelaufen, erst im zweiten Training wurde es besser", sagte der 30-Jährige. Frustriert und kommentarlos verließ Neumayer nach seinem misslungenen Sprung die Mühlenkopfschanze.

Späth mit guten Chancen auf WM-Teilnahme

Dafür strahlte Späth über das ganze Gesicht. Der Oberstdorfer hat dank des Aussetzers von Hocke beste Chancen, bei der Skiflug-WM dabei zu sein.

"Ich bin ganz gut drauf und auf jeden Fall zufrieden, denn es geht aufwärts. Zwar fehlt mir noch die Konstanz, aber ich habe mein Teilziel, die Qualifikation für Sonntag, erreicht", erklärte Späth. Der 26-Jährige war erst zuvor in Liberec nach vierwöchiger Weltcup-Pause zurückgekehrt und hat nun zunächst Hocke aus der Mannschaft verdrängt.


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