Sonntag, 10.02.2008

Ski alpin

Vorfreude auf die WM 2011

Garmisch-Partenkirchen - Noch sind es zwar über 1000 Tage bis zur alpinen Ski-WM 2011, doch die Vorfreude bei Maria Riesch und Felix Neureuther ist schon jetzt riesig.

"Das große Ziel ist die Weltmeisterschaft 2011. Dann hier am Gudiberg eine Medaille zu holen, das wäre ein Traum", sagte ein durch Fieber geschwächter Neureuther am Wochenende nach seinem 17. Platz im Heim-Slalom.

Riesch holte im 700 Kilometer entfernten Sestriere Weltcup-Punkte, und auch sie hat das Fernziel vor der Haustüre schon im Hinterkopf. "Sie werden sicherlich das absolute Highlight meiner Karriere. Zu wissen, dass man das deutsche Publikum, speziell Verwandte und Freunde hinter sich hat, ist ein super Gefühl", schwärmte die beste deutsche Skirennfahrerin.

"Kleine Champions-League-Finals"

Drei Jahre sind es noch bis zu den Titelkämpfen, die vom 6. bis zum 20. Februar in der Marktgemeinde stattfinden. Aber nach dem Weltcup-Slalom vom Wochenende stehen mit vier Weltcup-Rennen Ende Januar 2009 und der Junioren-WM im selben Jahr sowie dem Weltcup-Finale 2010 wichtige Prüfsteine an.

"Alle Rennen bis zur WM und auch die WM sind kleine Champions-League-Finals, weil wir noch die Olympia-Bewerbung 2018 dahinter stehen haben", sagte OK- Präsidiumsmitglied Christian Neureuther.

Auch OK-Chef Peter Fischer weiß um die Herausforderung: "Das ist der Extremfall, dass die WM die Visitenkarte für die Olympiabewerbung ist."

Hauptaugenmerk auf der Kandahar-Piste 

Mit dem Stand der Vorbereitungen der für die Organisation und Ausrichtung rund 25 Millionen Euro teuren WM sind die Oberbayern zufrieden. Im Gegensatz zu Val d'Isere im kommenden Jahr, wo die deutschen Ski-Asse noch keine Bleibe haben, fährt Garmisch in der schwierigen Unterkunftsfrage Schuss: Alles ist geklärt. "1200 Betten für Teams und Betreuer sind vertraglich abgesichert", sagte Fischer.

Garmisch-Partenkirchen bringt sich in Form für das dritte sportliche Großereignis nach den Olympischen Winterspielen 1936 und den alpinen Ski-Weltmeisterschaften 1978.

Nach dem Umbau des Slalom-Hanges Gudiberg, der direkt am Fuße der neu errichteten Schanze seinen Zielraum im Olympiastadion hat, liegt in 2008 das Hauptaugenmerk vor allem auf der Kandahar-Piste.

Wunschzahl 300.000 Zuschauer

Damen und Herren werden hier zum Teil nebeneinander ihre Strecken haben, im Mittelteil soll eine Waldinsel für eine natürlich Trennung sorgen - wenngleich dazu noch Verhandlungen mit den Naturschützern notwendig sein werden.

"Natürlich wird der Naturschutz nicht dafür sein", sagte Christian Neureuther und setzt auf eine Einigung. "Mal schauen, ob wir es ohne Klageverfahren durchbringen."

Viele Sachen sind im Werdenfelser Land auf den Weg gebracht, doch große Projekt wie die Verkehrs- oder die Shuttle-Situation müssen noch gelöst werden. 40.000 Zuschauer werden an Spitzentagen erwartet, insgesamt sind 300.000 Zuschauer die Wunsch-, 200.000 die Planzahl.


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