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Lange verpatzt Generalprobe

SID
Sonntag, 13.01.2008 | 12:00 Uhr
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Cortina d'Ampezzo/Leipzig - Mit schlechter Fahrlinie und großen Materialproblemen hat Doppel-Olympiasieger Andre Lange die EM-Generalprobe verpatzt.

Eine Woche vor den Titelkämpfen auf der Olympia-Bahn von 2006 in Cesana verpasste der Oberhofer beim Viererbob-Weltcup in Cortina d'Ampezzo erneut das Podest und wurde hinter Matthias Höpfner (Oberbärenburg) nur Fünfter.

Den Sieg holte sich der Kanadier Pierre Lueders mit 22 Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem Russen Alexander Subkow. Dritter wurde der Schweizer Ivo Ruegg. Der Riesaer Thomas Florschütz, der beim Abbruch des Zweier-Rennens in Führung gelegen war, landete zeitgleich mit Lange auf Rang fünf.

Höpfner bester Deutscher 

"Im Training sahen die Fahrten noch viel düsterer aus. Dies waren heute die beiden besten Fuhren der ganzen Woche, auch wenn sie noch nicht hundertprozentig sauber waren. Meinen Jungs kann ich mit den zweitbesten Startzeiten keinen Vorwurf machen", sagte Lange, der mit Reneé Hoppe, Alexander Metzger und Alexander Rödiger fuhr. Seine Anschieber aus dem Olympia-Bob, Martin Putze und Kevin Kuske, bereiten sich speziell auf die EM vor.

Bis dahin will Lange, der schon Probleme bei den deutschen Meisterschaften auf der WM-Bahn in Altenberg offenbarte, weiter am Material seines Schlittens vom Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin arbeiten. Pikant dabei: Florschütz setzt derzeit auf einen Dresdner Schlitten, während Höpfner kurzfristig auf ein Gefährt aus Rosenheim umgestiegen ist.

Weltcup-Debütant Höpfner, der sich für die ersten drei Rennen in Übersee nicht qualifizieren konnte, raste mit dem ehemaligen Russen-Bob mit Startnummer 21 bis in die Spitzengruppe und wurde bester Deutscher bei seinem Comeback. "Eine Super-Geschichte, wir sind wieder zurück und werden bis zur WM in Altenberg noch einmal alles geben", meinte Höpfner.

Florschütz hadert mit Abbruch 

Florschütz dagegen haderte noch mit dem Abbruch am Vortag: "Es war nicht so, dass man sagen kann, es ist nicht mehr zu fahren." Auch Bundestrainer Gerd Leopold, der zugleich Florschütz in Riesa betreut, meinte: "Für uns ist es natürlich schade, denn Thomas wäre hier auf seiner Lieblingsbahn klar auf das Podium gekommen und hätte sogar um den Sieg fahren können. Bei uns in Deutschland wäre so ein Abbruch nicht passiert, da wären ein paar Arbeiter in die Bahn gegangen und gut ist."

Lange, der mit seinem ausgeliehen Bremser Marc Kühne zum Zeitpunkt des Fahrstopps Sechster war, gab der Jury hingegen recht: "Das Sicherheitsrisiko war zu hoch, ich musste allein dreimal wischen."

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