Sonntag, 06.01.2008

Langlauf, Tour de Ski

Sommerfeldt sorgt für Happyend

Val di Fiemme - Abgerechnet wird am Schluss: Mit einem lauten Jubelschrei sprang der Oberwiesenthaler Rene Sommerfeldt auf das Siegerpodest der Tour de Ski der Langläufer und sorgte damit doch noch für eine positive Bilanz im deutschen Lager.

Sommerfeldt, Rene
© Getty

Mit einem nicht für möglich gehaltenen Endspurt sicherte sich der Routinier auf dem Alpe Cermis im italienischen Val di Fiemme den zweiten Platz hinter dem Tour-Dominator Lukas Bauer aus Tschechien.

63.210 Euro Preisgeld und 370 zusätzliche Weltcuppunkte waren der Lohn für die Schinderei am Berg. Franz Göring kletterte im Gesamtklassement noch auf Rang sechs nach vorn.

"Rang vier war realistisch, doch dann hörst du die Zeiten der anderen vorn, siehst sie auf den Serpentinen und holst neue Kraft", erzählte Sommerfeldt, der den Schlussspurt um Platz zwei gegen Giorgio di Centa aus Italien als den "Gipfel" bezeichnete.

"Ich bin so happy", meinte der Sachse, der im vergangenen Jahr noch mit Tour- Sieger Lukas Bauer eine Trainingsgruppe gebildet hatte. "Es ist schön, wenn mal wieder ein Oberwiesenthaler bester Deutscher ist."

Sommerfeldt zurück in der Weltspitze

Noch am Vortag hatte sich Sommerfeldt bei der Skiwahl vergriffen und war im Gesamtklassement auf Platz neun abgerutscht. "Da wollte ich die Ski schon in die Ecke schmeißen", gab er zu.

Nach drei Jahren der Stagnation meldete sich der Gesamtweltcupgewinner von 2004 in der Weltspitze zurück. "Jetzt ist er endlich wieder da, wo er hingehört:  Ganz vorn", lobte Tobias Angerer, der entthronte Tour-Sieger von 2007.

"Uns hat in diesem Jahr lange Zeit einfach das Glück gefehlt, dass wir im vergangenen hatten. Ich denke an die Stürze von Tobias Angerer und Axel Teichmann sowie von Claudia Nystad. Auch unser Wachs-Problem beim Klassik-Rennen in Nove Mesto am 2. Januar gehört in diese Rubrik", zog Bundestrainer Jochen Behle sein Fazit, um aber mit einem breiten Grinsen zu ergänzen: "Ich selbst habe nicht geglaubt, dass man in 20 Minuten das Gesamtklassement noch so auf den Kopf stellen kann."


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