Keine Chance für schwarze Schafe

DSV verstärkt Anti-Doping-Kampf

SID
Donnerstag, 25.10.2007 | 11:13 Uhr
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Frankfurt/Main - Die Doping-Skandale im Radsport und in der Leichtathletik haben bei den deutschen Skilangläufern Spuren hinterlassen. Eine ähnliche Flut von Fällen schließen die DSV-Asse in ihrer Sportart aber aus.

"Es war sehr schockierend, was da im Sommer rausgekommen ist. Das hat der Glaubwürdigkeit des Sports sehr geschadet. Der Langlauf hat seinen großen Skandal 2001 und 2002 gehabt, wo flächendeckendes Doping aufgedeckt wurde.

Du wirst auch im Langlauf immer wieder schwarze Schafe haben, aber ich bin überzeugt, dass die Sportart auf einem guten Weg ist", sagte Gesamt- Weltcupsieger Tobias Angerer vor dem Saisonstart beim Sprint-Weltcup in Düsseldorf.

Athletenpass soll kommen 

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat sich dem Thema Doping verstärkt angenommen und Maßnahmen ergriffen, um Manipulationen auszuschließen oder zumindest zu erschweren.

"Wir haben einen Athletenpass eingeführt, wo alle medizinischen Daten hinterlegt sind, und eine Datenbank eingerichtet, in der alle Blutwerte gespeichert sind", erklärte DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller. Zudem habe der Verband mit den Spitzenathleten viele Gespräche geführt und sei dabei auf offene Ohren gestoßen.

Immerhin stehen die Loipen-Asse unter verschärfter Beobachtung. Im Zuge des Doping-Skandals bei der Tour de France hatten Experten wie der Molekularbiologe Werner Franke den Langlauf als besonders doping-verseuchte Sportart bezeichnet. Beim Verband wehrt man sich gegen diese Anschuldigungen. "Ich verwahre mich gegen solche Pauschalurteile", entgegnete DSV-Präsident Alfons Hörmann.

Vergleich zum Radsport hinkt 

Bundestrainer Jochen Behle erklärte: "Der Vergleich mit dem Profi-Radsport hinkt an allen Ecken und Enden. Bei uns gab und gibt es Tausende Kontrollen, die auch greifen. Dort, wo die Radfahrer jetzt erst langsam hinkommen, dass nämlich eine abschreckende Wirkung erzielt wird, da ist der Skisport, insbesondere der DSV, schon vor Jahren angekommen."

Anders als Franke und der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel glaubt Deutschlands Vorzeigeläufer Angerer an einen sauberen Sport. "Ich bin davon überzeugt, denn ich weiß, dass ich meine Leistung zu einhundert Prozent auf sauberem Weg geschafft habe. Darauf bin ich stolz. Ich kann die Pokale anschauen und mich darüber freuen. Deshalb kann ich ganz entspannt mit dem Thema umgehen", erklärte Angerer.

Knackpunkt Kosten 

Allerdings weiß er um die Schwachstellen des Kontrollsystems. Im Sommer ist Angerer nur "zwei, drei Mal" von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) kontrolliert worden. Da die zu überprüfenden Athleten per Losverfahren ermittelt werden, könne es laut Angerer sein, "dass man zwei, drei Monate gar nicht kontrolliert wird und dann innerhalb von zwei Wochen gleich zwei, drei Mal".

Auch Behle sieht das Doping-Problem noch längst nicht gelöst. "Speziell das Blutdopingmittel EPO ist auch für den Internationalen Skiverband FIS ein permanentes Thema. Ich hoffe, dass es trotz der Riesenkosten, die damit verbunden sind, eines Tages in den Griff zu bekommen ist", sagte der Coach.

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