Tennis

BMW Open 2019: Auf Rekordsieger Philipp Kohlschreiber ist Verlass

SID
Philipp Kohlschreiber steht bei den BMW Open 2019 in der nächsten Runde.

Nur auf den Rekordsieger und das Talent war Verlass: Philipp Kohlschreiber und Rudi Molleker sind an einem schwarzen Dienstag für die deutschen Tennis-Profis ins Achtelfinale des ATP-Turniers in München eingezogen. Der 35 Jahre alte Kohlschreiber, der die BMW Open 2007, 2012 und 2016 gewonnen hatte, setzte sich bei der mit 586.140 Euro dotierten Veranstaltung mit 6:2, 7:5 im "Altherren-Duell" gegen den gleichaltrigen Italiener Andreas Seppi durch.

Neben dem überzeugenden Routinier gewann am zweiten Tag lediglich Molleker (Berlin) sein Auftaktmatch auf der Anlage des MTTC Iphitos. Der 18-Jährige, der von Turnierdirektor Patrik Kühnen eine Wildcard erhalten hatte, besiegte Marius Copil (Rumänien) nach zähem Kampf und 2:02 Stunden mit 7:6 (7:5), 4:6, 6:4. Damit stehen neben Titelverteidiger Alexander Zverev (Hamburg) nur zwei weitere von insgesamt sieben Deutschen im Achtelfinale.

"Ich bin zufrieden", sagte Kohlschreiber nach dem 80-minütigen Match. Der Vorjahresfinalist trifft nun auf den an Nummer zwei gesetzten Karen Chatschanow (Russland). "Er macht wenig Kompromisse. Das heißt für mich: volle Attacke", sagte der Augsburger zu seinem Achtelfinale am Donnerstag. Bange ist ihm aber nicht: "Das Niveau hier ist sehr dicht. Aber ich kann hier mit jedem mithalten." Chatschanow ist 13. der Weltrangliste.

Titelverteidiger und Turnierfavorit Alexander Zverev, der am Dienstag unter den Augen von Boris Becker trainierte, bestreitet nach einem Freilos für die erste Runde sein Auftaktmatch am Mittwoch gegen Juan Ignacio Londero. Der Argentinier, Nummer 80 der Weltrangliste, verhinderte mit einem 6:2, 4:6, 6:2 gegen Maximilian Marterer (Nürnberg) ein deutsches Achtelfinal-Duell. Marterer hatte im Vorjahr des Halbfinale gegen Kohlschreiber erreicht.

Struff: "So ein Match tut sehr weh"

Von den sieben Deutschen im Hauptfeld bereits ausgeschieden sind außerdem Jan-Lennard Struff (Warstein) durch ein 1:6, 1:6 gegen Qualifikant Thiago Monteiro (Brasilien), Qualifikant Yannick Maden (Stuttgart) durch ein 4:6, 2:6 gegen Cristian Garin (Chile) und Mischa Zverev (Hamburg). Er unterlag dem an Nummer sieben gesetzten Guido Pella (Argentinien) mit 2:6, 1:6. Pella war 2017 Finalist beim ersten Sieg von Alexander Zverev in München.

Überraschend schnell endete auf dem spärlich besetzten Centre Court das wegen Regens von Montag auf Dienstag verschobene Erstrundenmatch von Struff: Nach nur 51 Minuten war der 29 Jahre alte Davis-Cup-Spieler, der bislang ein überzeugendes Jahr gespielt hat, bereits ausgeschieden. "So ein Match tut sehr weh. Er hat kaum Fehler gemacht, ich zu viele. Meine Schläge sind ein bisschen verpufft", sagte Struff nach dem einseitigen Match.

Die Niederlage kam für den frischgebackenen Vater Struff umso überraschender, weil er in der Vorwoche in Barcelona überzeugt hatte: Erst mit einem Sieg gegen den Weltranglistenzehnten Stefanos Tsitsipas (Griechenland), dann mit einer starken Leistung bei der knappen Niederlage (5:7, 5:7) gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal (Spanien). "Das war ein ganz gutes Match", sagte der 48. der Weltrangliste, am Dienstag musste er das Gegenteil konstatieren: "Egal, was ich gemacht habe, es war nicht gut."

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