Nach Beschwerde von Gilles Simon

Petkovic findet gleiche Preisgelder fair

SID
Freitag, 12.07.2013 | 13:22 Uhr
Andrea Petkovic findet identische Prämien für Männer und Frauen gerecht
© getty
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Andrea Petkovic hält die identischen Preisgelder für Männer und Frauen im Tennis-Zirkus für gerechtfertigt - und findet die Prämien-Explosion nicht unmoralisch.

"Wir trainieren genauso hart und genauso viele Stunden wie die Männer. Deshalb ist eine gleiche Bezahlung auch fair. Wenn Frauen die gleiche Arbeit und den gleichen Aufwand leisten, sollte sie auch genauso bezahlt werden wie die Männer", sagte die 25-jährige Petkovic im SID-Gespräch.

Zuletzt hatte sich unter anderem der Weltranglisten-18. Gilles Simon (Frankreich) über die Preisgeldverteilung beschwert: "Tennis ist heutzutage der einzige Sport, wo Gleichheit herrscht. Obwohl Herrentennis deutlich attraktiver als das der Damen ist", hatte Simon gesagt.

Petkovic, einst die Nummer neun im Ranking, hat dafür zumindest ansatzweise Verständnis. "Ich verstehe die Männer ein bisschen. Bei den Grand-Slam-Turnieren ist es vielleicht auch nicht gerecht, wenn sie über drei und wir über zwei Gewinnsätze spielen."

Petkovic: Spieler zahlen mit Gesundheit

Unmoralisch findet die Weltranglisten-62. Petkovic die zuletzt enorme Entwicklung der Siegprämien nicht. In Wimbledon hatte sich das Preisgeld in diesem Jahr im Vergleich zu 2012 um 40 Prozent erhöht. Der Schotte Andy Murray und Marion Bartoli (Frankreich), die im Finale die Berlinerin Sabine Lisicki besiegt hatte, kassierten für ihre Triumphe beim bedeutendsten Turnier der Welt jeweils knapp 1,9 Millionen Euro.

Petkovic wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Profis insgesamt nur 18 Prozent von dem bekommen, was die Turnier-Veranstalter einnehmen. "Wenn man das bedenkt, ist es eigentlich wenig, dass die Profis als Hauptakteure nur diesen Anteil vom Kuchen abbekommen", meinte die konstanteste Grand-Slam-Spielerin der Saison 2011.

Profis wie Petkovic haben im Jahr Kosten zwischen 300.000 und 500.000 für Hotels, Flüge sowie die Bezahlung von Trainern und Physiotherapeuten. "Außerdem muss man bedenken, dass man als Spieler einen hohen Preis zahlt - wir bezahlen mit unserer Gesundheit. Zudem hatten wir nicht die Möglichkeit, eine gute Ausbildung zu machen", sagte die Hessin, die in ihrer Karriere bislang umgerechnet rund 2,1 Millionen Euro gewonnen hat.

2013 wird im Profitennis soviel Preisgeld ausgeschüttet wie noch nie. Addiert man alle Dotierungen der vier Major-Tournaments, kommt man auf knapp 100 Millionen Euro. 2012 waren es "nur" knapp 80 Millionen Euro.

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