Nach Dopingbeichte des Radprofis

Henn stützt Holczer und belastet Schumacher

SID
Dienstag, 23.04.2013 | 12:50 Uhr
Stefan Schuhmacher gab jahrelanges Doping zu und beschuldigte zugleich Hans-Michael Holczer
© getty
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Christian Henn hat jegliche Kenntnis von den Dopingpraktiken in der einstigen ProTour-Mannschaft abgestritten und Stefan Schumacher weiter belastet.

In dem Betrugsprozess gegen Schumacher sagte Henn aus, nie einen Verdacht gehabt und Schumacher, als dieser die Einnahme der Epo-Modifikation Cera abgestritten hat, "geglaubt" zu haben.

Henn, der sich auf seine Vernehmung als Zeuge vor der 16. Großen Strafkammer des Landgerichts Stuttgart "null vorbereitet" hatte, lieferte dem Gericht zwar wenig stichhaltige Hinweise - die Vorwürfe Schumachers wies er aber entschieden zurück.

"Rechtswidriger Vermögensvorteil"

Die Staatsanwaltschaft wirft dem inzwischen geständigen Dopingsünder Schumacher vor, den einstigen Gerolsteiner-Boss Hans-Michael Holczer hintergangen und sich mit seinen Verfehlungen laut Anklageschrift einen "rechtswidrigen Vermögensvorteil" erschlichen zu haben. Es geht um rund 150.000 Euro in den betreffenden Monaten 2008. Schumacher beruft sich darauf, dass sowohl Holczer als auch Henn bestens über seine Dopingpraktiken Bescheid wussten und deshalb nicht betrogen worden sein können.

Konkret soll der bei Nachtests überführte Schumacher seinem Teamchef während der Tour de France 2008 versichert haben, keine Dopingmittel zu nehmen - dies bestätigte Schumacher auch vor Gericht. Allerdings sei er nach Bekanntwerden der Nachweisbarkeit von Cera so aufgelöst und verwirrt gewesen, dass Holczer ihm kein Wort hätte glauben können. Der Teamchef wiederum sagte aus: "Ich hatte nie das Gefühl, dass Schumacher in irgendeiner Form etwas gestehen wollte. Oder dass er mir etwas mitteilen wollte, was ihm schwerfällt."

Henn stützt Holczer

Henn bestätigte Holczers Aussage ("In dem Moment habe ich ihm, glaube ich, geglaubt"), gab allerdings auch an, Schumacher sei "auffallend nervös" gewesen, als bekannt wurde, das Cera nachweisbar ist. Wie auch Holczer sagte Henn, er habe vor dem betreffenden Tag (17. Juli 2008) nie etwas von Cera gehört.

Der ehemalige Profi Henn hat selbst eine Dopingvergangenheit, wie er 2007 zugegeben hatte. "Ungefähr drei bis vier Jahre" in den 1990ern habe er mit Epo gedopt, sagte Henn. Weil das Mittel dann aber nachweisbar wurde, habe er sich zu seiner Zeit als sportlicher Leiter bei Gerolsteiner nicht vorstellen können, dass noch ein Fahrer auf diese Weise betrügt. Zudem: "Wie soll einem da was auffallen, wenn man mit den Fahrern maximal 60 bis 70 Tage unterwegs war?"

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