Wimbledon

Venus und Clijsters draußen, Serena siegt

SID
Dienstag, 29.06.2010 | 18:20 Uhr
Zwetana Pironkowa (l.) ließ Venus Williams keine Chance
© Getty
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Venus Williams und Kim Clijsters sind in Wimbledon überraschend ausgeschieden. Titelverteidigerin Serena Williams hingegen steht nach dem Sieg gegen Li Na im Halbfinale.

Neue Gesichter im Viertelfinale der Frauen bei den 124. All England Championships in Wimbledon. Die Wachablösung der alten Garde, die schon in Paris für Überraschung gesorgt hat, setzte sich auch an der Church Road fort.

Fast gleichzeitig sind in der fünfmaligen Turniersiegerin Venus Williams und der Belgierin Kim Clijsters zwei große Favoritinnen ausgeschieden. Stattdessen stehen sich am Freitag die Bulgarin Zwetana Pironkowa und Wera Swonarewa (Russland) gegenüber.

Im anderen Viertelfinale setzte sich Titelverteidigerin Serena Williams gegen die Chinesin Li Na mit 7:5, 6:3 durch und steht nun in der Runde der letzten Vier. Dort trifft sie entweder auf Petra Kvitova (Tschechien) oder auf Klaia Kanepi aus Estland.

"Wimbledon ist wie eine Religion für mich"

Die Weltranglisten-Zweite Williams unterlag Pironkowa mit 2:6, 3:6 und scheiterte damit erstmals seit 2006 wieder vor dem Endspiel. Die 25 Jahre alte Swonarewa bezwang Clijsters mit 3:6, 6:4, 6:2 und erreichte damit zum zweiten Mal nach den Australian Open 2009 das Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier.

"Für mich ist es ein Traum hier im Halbfinale zu stehen", sagte Swonarewa: "Als Kind habe ich Wimbledon immer im Fernsehen gesehen und freue mich sehr auf das Match."

Auch Pironkowa konnte ihr Glück kaum fassen. "Wimbledon ist für mich wie eine Religion, für alle von uns, jeder will hier mal spielen", sagte die 22-Jährige: "Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich jetzt im Halbfinale stehe."

Pironkowa feiert Karriere-Highlight

Pironkowa feierte mit dem unerwarteten Sieg den größten Erfolg ihrer Karriere. Die 22-Jährige war zuvor nie über die zweite Runde eines Grand-Slam-Turniers hinausgekommen. In der Weltrangliste wird sie nur auf Platz 82 geführt. Swonarewa ist die aktuelle Nummer 21 im WTA-Computer.

An der Church Road setzte sich damit ein Trend fort, der sich schon bei den French Open in Paris angedeutet hatte. Dort standen sich im Finale in der späteren Siegerin Francesca Schiavone (Italien) und Samantha Stosur (Australien) ebenfalls zwei Außenseiterinnen gegenüber.

In einem weiteren Viertelfinale stehen sich Petra Kvitova aus Tschechien und Klaia Kanepi aus Estland gegenüber.

Clijsters: "Der Sport hat sich verändert"

"Frauen-Tennis ist jetzt auf einem sehr hohen Level, viele Spielerinnen sind sehr gut", sagte Swonarewa. Auch die enttäuschte Kim Clijsters stellte fest: "Der Sport hat sich seit meinem Comeback verändert", sagte die Belgierin: "Es ist gut, dass jetzt viele neue Namen da sind. Die Mädchen können alle gut spielen. Jetzt stehen sie hier mal im Rampenlicht."

Die an acht gesetzte Belgierin trat das erste Mal nach 2006 wieder in Wimbledon an. Sie konnte im vergangenen Jahr bei ihrem Comeback auf der Tour nach ihrer Mutterpause sofort die US Open im Herbst gewinnen.

Der Traum vom ersten Triumph in Wimbledon blieb aber wie bei ihrer belgischen Kollegin Justine Henin noch unerfüllt. "Ich bin natürlich enttäuscht", sagte Clijsters: "Ich war nicht in der Lage, bei den wichtigen Punkten mein bestes Tennis zu zeigen."

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