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Tennis: Geschichte, Rekorde, Helden

Von SPOX
Rod Laver brachte es als einziger Spieler fertig, gleich zweimal den Grand Slam zu gewinnen
© Getty
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Die Grand-Slam-Turniere in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York bestimmen Jahr für Jahr den Rhythmus der Tennis-Saison. Alles Wichtige zu den vier größten Turnieren der Welt, zum Davis Cup und allerhand Rekorde von Björn Borg, Boris Becker, Pete Sampras, Steffi Graf, Martina Navratilova und vielen anderen finden Sie hier.

Grand-Slam-Turniere

Die vier wichtigsten Tennis-Turniere des Jahres werden als Grand Slams bezeichnet. Im eigentlichen Sinn bedeutet ein Grand Slam der Sieg bei allen vier großen Turnieren des Jahres. Alle vier Turniere (Australian Open, French Open, Wimbledon, US Open) dauern zwei Wochen. In einem 128-köpfigen Teilnehmerfeld werden die Sieger ermittelt. Bei den Herren werden alle Matches im Modus Best-of-Five ausgetragen. Bei den Damen wird Best-of-Three gespielt. In einem entscheidenden Satz gibt es dabei mit der Ausnahme der US Open keinen Tiebreak.

Rekorde

Die meisten Grand-Slam-Titel

Herren:

  • 14: Pete Sampras (USA)
  • 13: Roger Federer (Schweiz)
  • 12: Roy Emerson (Australien)
  • 11: Björn Borg (Schweden), Rod Laver (Australien)
  • 10: Bill Tilden (USA)
  • 8: Fred Perry (GBR), Ken Rosewall (Australien), Ivan Lendl (Tschechien/USA), Andre Agassi (USA), Jimmy Connors (USA)
  • .
  • 6: Boris Becker (Deutschland)

Damen:

  • 24: Margaret Smith Court (Australien)
  • 22: Steffi Graf (Deutschland)
  • 19: Helen Wills Moody (USA)
  • 18: Chris Evert (USA), Martina Navratilova (USA)
  • 12: Billie Jean King (USA)
  • 9: Serena Williams (USA), Monica Seles (USA), Maureen Connolly (USA)
  • 7: Venus Williams (USA), Justine Henin (BEL)

"Grand-Slam-Sieg"

  • 1938: Don Budge (USA)
  • 1953: Maureen Connolly (USA)
  • 1962/1969: Rod Laver (Australien)
  • 1970: Margaret Smith Court (Australien)
  • 1988: Steffi Graf

Karriere-Grand-Slam (mindestens 1 Sieg bei allen Grand Slams):

Andre Agassi (USA), Don Budge (USA), Fred Perry (GBR), Roy Emerson (Australien), Rod Laver (Australien)

Schnellstes Grand-Slam-Endspiel:

1988 French Open: Steffi Graf - Natascha Zvereva 6:0, 6:0 in 34 Minuten.

Jüngster Grand-Slam-Sieger (Herren):

1989 besiegte Michael Chang im Alter von 17 Jahren und drei Monaten im Finale der French Open Stefan Edberg mit 6:1, 3:6, 4:6, 6:4 und 6:2.

 

Australian Open

Die Australian Open, damals Australasian championships, fanden 1905 zum ersten Mal statt. Seit 1988 wird im heutigen Melbourne Park und auf Hartplatz gespielt. Vorher war auf Rasen gespielt worden. Das größte Stadion ist die Rod Laver Arena.

Rekorde

Die meisten Titel

Herren:

  • 6: Roy Emerson (Australien)
  • 4: Jack Crawford (Australien), Ken Rosewall (Australien), Andre Agassi (USA)
  • 3: Roger Federer (Schweiz), Mats Wilander (Schweden)
  • 2: Boris Becker (Deutschland)

Damen:

  • 11: Margaret Smith Court (Australien)
  • 6: Nancye Wynne Bolton (Australien)
  • 4: Steffi Graf (Deutschland), Monica Seles (USA), Evonne Goolagong Cawley (Australien)

Längstes Match:

Boris Becker gewann 1991 gegen den Italiener Omar Camporese nach 5 Stunden und 11 Minuten mit 7:6, 7:6, 0:6, 4:6 und 14:12.

 

French Open

Die French Open wurden 1891 zum ersten Mal ausgetragen. Bis 1925 war es ein rein französisches Turnier. Als einziges Grand-Slam-Turnier wird auf Sand gespielt. Der Center Court wurde nach dem ehemaligen Davis-Cup-Kapitän Philippe Chatrier benannt. Im Stade Roland Garros wird seit 1928 gespielt.

Rekorde

Die meisten Titel

Herren:

  • 8: Max Decugis (Frankreich)
  • 6: Björn Borg (Schweden)
  • 4: Rafael Nadal (Spanien, 2005-2008), Henri Cochet (Frankreich)

Damen:

  • 7: Chris Evert (USA)
  • 6: Suzanne Lenglen (Frankreich)
  • 3: Monica Seles (USA), Justine Henin (Belgien)

 

Wimbledon

1877 wurde das älteste und prestigeträchtigste Turnier zum ersten Mal im All England Club an der Church Road ausgetragen. Es ist das einzige, das noch auf Rasen ausgespielt wird. Besonderen Status hat es auch wegen seiner Tradition. So muss die Spielkleidung bis heute überwiegend weiß sein. Tradition ist aber nicht mehr alles: Ab 2009 wird der Centre Court ein ausfahrbares Dach haben.

Rekorde

Die meisten Titel

Herren:

  • 7: Pete Sampras (USA), William Renshaw (Großbritannien, in den 1880ern)
  • 5: Roger Federer (Schweiz), Björn Borg (Schweden)

Damen:

  • 9: Martina Navratilova (USA)
  • 8: Helen Wills (USA) 
  • 7: Steffi Graf (Deutschland)

Der jüngste Sieger:

1985 besiegte Boris Becker im Alter von 17 Jahren und 227 Tagen im Endspiel den Südafrikaner Kevin Curren.

Das längste Endspiel:

In einem denkwürdigen Match holte sich 2008 Rafael Nadal gegen Roger Federer nach 4 Stunden und 48 Minuten den Titel. Das Ergebnis: 6:4, 6:4, 6:7, 6:7, 9:7

 

US Open

Im Jahr 1881 ging das letzte Grand Slam des Jahres zum ersten Mal über die Bühne. Seit 1978 wird in Flushing Meadows und auf Hartplatz gespielt. Zuvor war lange auf Rasen und auch einige Jahre auf Sand gespielt worden. Nur bei den US Open wird in einem Entscheidungssatz ein Tiebreak gespielt. Das Arthur Ashe Stadium ist mit einer Kapazität von 22.547 Zuschauern das größte Tennis-Stadion der Welt. Boris Becker ist der einzige deutsche Mann, der in New York gewinnen konnte. 1989 besiegte er im Finale Ivan Lendl.

Rekorde

Die meisten Titel

Herren:

  • 7: Bill Tilden (USA), Bill Larned (USA), Richard Sears (USA)
  • 5: Jimmy Connors (USA), Pete Sampras (USA), Roger Federer (Schweiz)

Damen:

  • 8: Molla Bjurstedt Mallory (USA)
  • 6: Chris Evert (USA)

Älteste Siegerin:

Martina Navratilova war fast 50 Jahre alt, als sie 2006 an der Seite von Bob Bryan die Mixed-Konkurrenz gewann.

 

Davis Cup

Der wichtigste Mannschaftswettbewerb im Tennis wurde im Jahr 1900 zum ersten Mal ausgetragen. Eine Begegnung zweier Länder besteht aus vier Einzeln und einem Doppel. Deutschland schaffte es erst 1970 zum ersten Mal ins Finale, den ersten Triumph gab es 1988 nach einem 4:1-Erfolg in Schweden. Ein Jahr später konnte man den Titel, erneut gegen Schweden, verteidigen. Den bislang letzten deutschen Erfolg gab es 1993 durch ein 4:1 gegen Australien.

Rekorde

Die meisten Siege

  • 32: USA
  • 28: Australien
  • 9: Großbritannien, Frankreich
  • 7: Schweden
  • 3: Deutschland, Spanien
  • 2: Russland

Das längste Match:

John McEnroe gewann 1982 gegen Mats Wilander nach einer Spielzeit von 6 Stunden und 22 Minuten mit 9:7, 6:2, 15:17, 3:6 und 8:6. Boris Beckers berühmter Sieg gegen McEnroe 1987 in Hartford dauerte eine Minute weniger. Das am härtesten umkämpfte Match nach Einführung des Tiebreak gewann der Österreicher Horst Skoff 1989 gegen Wilander mit 6:7, 7:6, 1:6, 6:4, 9:7.

 

Weltrangliste

Bei den Herren und Damen gibt es zwei verschiedene wichtige Ranglisten. 2000 wurde bei den Herren das Champions Race eingeführt, in das nur die Ergebnisse der aktuellen Saison einlaufen. Es wird verwendet, um die besten acht Spieler zu ermitteln, die am Ende der Saison für den Masters-Cup (früher ATP-WM) qualifiziert sind. Dazu gibt es das alte ATP-Ranking (Entry List), das die Resultate der letzten 52 Wochen berücksichtigt. Über das ATP-Ranking werden die Setzlisten gemacht und entschieden, wer ins Hauptfeld kommt. Bei den Damen wird zwischen WTA Tour Ranking und dem Race to the Championships unterschieden.

Rekorde

Die meisten Wochen als Nummer 1

Herren:

  • 286: Pete Sampras (USA)
  • 270: Ivan Lendl (Tschechien/USA)
  • 268: Jimmy Connors (USA)
  • 237: Roger Federer (Schweiz)*
  • 170: John McEnroe (USA)

*Federer war seine gesamten 237 Wochen ununterbrochen Ranglistenerster, was außer dem Schweizer noch niemand geschafft hat.

Damen:

  • 377: Steffi Graf (Deutschland)
  • 331: Martina Navratilova (USA)
  • 260: Chris Evert (USA)
  • 209: Martina Hingis (Schweiz)
  • 178: Monica Seles (USA)

 

Weitere Tennisrekorde

Die meisten Turniersiege

Herren:

  • 109: Jimmy Connors (USA)
  • 94: Ivan Lendl (Tschechien/USA)
  • 77: John McEnroe (USA)
  • 64: Pete Sampras (USA)
  • 63: Björn Borg (Schweden)
  • 62: Guillermo Vilas (Argentinien)
  • 60: Andre Agassi (USA)
  • 57: Roger Federer (Schweiz), Ilie Nastase (Rumänien)
  • 49: Boris Becker (Deutschland)
  • .
  • 31: Rafael Nadal (Spanien)

Damen:

  • 167: Martina Navratilova (USA)
  • 154: Chris Evert (USA)
  • 107: Steffi Graf (Deutschland)
  • 92: Margaret Smith Court (USA)
  • 67: Billie Jean King (USA)

Die meisten Asse in einem Match:

51: Ivo Karlovic (Kroatien) Wimbledon 2005, Joachim Johansson (Schweden) Australian Open 2005

Die meisten Asse in einer Saison:

1477: Goran Ivanisevic (Kroatien) 1996

Das längste Match:

6 Stunden, 33 Minuten, French Open 2004: Fabrice Santoro (Frankreich) - Arnaud Clement (Frankreich). Santoro gewann in dem über mehrere Tage ausgetragenen Match mit 6:4, 6:3, 6:7 (5:7), 3:6 und 16:14.

Schnellster Aufschlag:

Andy Roddick feuerte 2004 in einem Davis-Cup-Match gegen den Weißrussen Wladimir Woltschkow einen Aufschlag mit 249,4 hm/h ins Feld. Den Rekord bei den Damen hält Venus Williams, die im Wimbledon-Finale 2008 gegen ihre Schwester Serena mit 209 km/h servierte.

Hier geht's zum Saisonkalender für 2009

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