Dienstag, 05.10.2010

Bei den Weltreiterspielen in Kentucky

"Mama Meredith" ist zurück in der Heimat

Meredith Michaels-Beerbaum präsentiert sich in Kentucky locker und gelöst. Die Springreiterin hat gleich zu Beginn einen Parforceritt hingelegt und fühlt sich in ihrer alten Heimat doppelt stark.

Meredith Michaels-Beerbaum reitet seit zwölf Jahren für die deutsche Equipe
© Getty
Meredith Michaels-Beerbaum reitet seit zwölf Jahren für die deutsche Equipe

Heimspiel in der Fremde: Meredith Michaels-Beerbaum genießt bei der Reiter-WM in Kentucky das Wiedersehen mit ihrer alten Heimat und fegte im ersten Zeitspringen wie in alten Zeiten durch den Parcours.

Der herzliche Empfang der Amerikaner motiviert die wiedererstarkte Mutter Meredith zusätzlich.

"Ich habe zwei Nationen im Rücken, Deutschland und die USA. Das macht mich besonders stark", sagte die 40-Jährige nach ihrem ersten Nullfehlerritt.

Seit 20 Jahren in Deutschland

Seit knapp 20 Jahren lebt "MMB" in Deutschland. 1998 heiratete sie Springreiter Markus Beerbaum und sattelt seitdem für ihr neues Heimatland. Ein schlechtes Gewissen gegenüber den USA hat sie nicht.

Das war 2008 bei ihren ersten Olympischen Spielen noch anders. Als sie damals die Nationalhymne ihres neuen Heimatlandes in Hongkong hörte, bekam sie ein "komisches Gefühl".

In der kleinen Gesprächsrunde vor der WM-Arena von Lexington wirkte Meredith Michaels-Beerbaum locker und entspannt.

Gelassenheit dank Töchterchen Brianne Victoria

Die Anspannung früherer Jahre ist einer neuen Gelassenheit gewichen, der Grund dafür ist die sieben Monate alte Tochter Brianne Victoria. "Sie ist natürlich hier dabei", berichtet die stolze Mutter.

Bei der Betreuung erhält sie Hilfe von einem Kindermädchen und von Ehemann Markus, der großen Einsatz zeigt. Als er sich im Flugzeug liebevoll um die kleine Brianne kümmerte, waren mitreisende Japanerinnen plötzlich ganz neidisch und riefen: "Das kann kein japanischer Mann sein."

Medaille das Ziel

Sportlich steht für die frühere Seriensiegerin nicht mehr so viel auf dem Spiel. "Wir wollen hier eine Medaille. Die Amerikaner sind klare Favoriten", sagte "MMB", die bei der letzten WM in Aachen bis ins Finale vorstieß, sich aber am Ende mit Platz drei begnügen musste.

Damals ritt sie ihr Erfolgspferd Shutterfly, der die Tortur mit Reiterwechsel hasst. "Checkmate dagegen mag so etwas. Es wäre spannend zu sehen, wie die anderen Reiter mit ihm aussehen", sagte die Europameisterin von 2007.

Lockere Stimmung als Erfolgsrezept

Ein Vorteil für "MMB" ist die lockere Stimmung im Team der deutschen Springreiter. Bei Olympia in Hongkong sei der Druck dagegen "sehr groß" gewesen.

Es folgte der tiefe Sturz, erstmals seit 1922 blieb ein deutsches Team ohne Medaille.

"Jetzt ist vieles anders", sagt die zierliche Reiterin. Die Mannschaft mit Markus Ehning und Carsten-Otto Nagel habe sich gefunden, dazu kommt Janne Friederike Meyer.

"Das ist eine gute Truppe", meint Michaels-Beerbaum. Tauchen Probleme auf, sei auf Bundestrainer Otto Becker Verlass: "Otto macht das als Bundestrainer ganz gut. Er hält alle zusammen."

Michaels-Beerbaum hält Reiter auf Medaillenkurs


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