DSV entschärft WM-Normen

SID
Freitag, 08.03.2013 | 14:37 Uhr
Paul Biedermann und Co. haben zukünftig deutlich entschärfteren Normen zu erfüllen
© getty
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Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat die Normen für die Weltmeisterschaften in Barcelona (19. Juli bis 4. August) gegenüber den vergangenen Jahren deutlich entschärft.

Britta Steffen, Paul Biedermann und Co. müssen bei der DM in Berlin (25. bis 28. April) lediglich die A-Norm des Weltverbandes FINA erreichen, die sich an Platz 16 bei der WM 2011 orientiert. Das bestätigte Chef-Bundestrainer Henning Lambertz dem SID.

Somit ist auch für den derzeit erkrankten Biedermann die Hürde über 400 m Freistil nicht so hoch. 3:49,55 Minuten muss der Weltrekordler erreichen, um sich für die WM zu qualifizieren. Bei den Olympischen Spielen in London, als er überraschend im Vorlauf scheiterte, schwamm der Weltrekordler 3:48,50. Über seine zweite Paradestrecke 200 m Freistil ist der 26-Jährige sogar gesetzt. "Er hat bei der letzten WM eine Medaille gewonnen und war bei Olympia im Finale", erklärte Lambertz.

Umdenken nach Olympia

Biedermann hat wegen eines Infektes bereits vier Wochen mit dem Wassertraining ausgesetzt. Sein Heimtrainer Frank Embacher schrieb daher einen Start über 400 m in dieser Saison bereits ab. Biedermann selbst erklärte dagegen, ein Verzicht sei nur "eine derzeitige Überlegung".

Vor der WM 2011 in Shanghai hatte der DSV die Normen noch extrem hoch angesetzt und sich an Platz elf der Weltrangliste orientiert. "Wir wollen nicht, dass sich alle ganz auf die DM fokussieren und danach leistungsmäßig in ein Loch fallen", erklärte Lambertz. In Shanghai hatten ebenso wie bei Olympia im vergangenen Jahr viele Schwimmer ihre Zeiten von den deutschen Meisterschaften bei den Saisonhöhepunkten nicht wiederholt.

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