Beteiligten wollen sich Freitag äußern

Lambertz soll neuer Bundestrainer werden

SID
Montag, 10.12.2012 | 16:34 Uhr
Der designierte neue Bundestrainer Lambertz soll die deutschen Schwimmer wieder nach vorne bringen
© Getty
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Der Essener Henning Lambertz soll als neuer Bundestrainer die deutschen Schwimmer wieder konkurrenzfähig machen. Offiziell bekanntgegeben wird die Entscheidung erst am Freitag auf einer Pressekonferenz während der Kurzbahn-WM in Istanbul

Der Name des 42-Jährigen wurde der Nachrichtenagentur "dpa" aus unterschiedlichen Quellen bestätigt. Lambertz und DSV-Präsidentin Christa Thiel hielten sich am Montag noch bedeckt. "Wir haben jemanden ausgewählt, das Präsidium hat zugestimmt", sagte Thiel der dpa. Auch Lambertz wollte sich nicht näher äußern: "Ich würde mich sehr drüber freuen, wenn ich es würde."

Vor einem Jahr hatten sich der DSV und der damalige Bundestrainer Dirk Lange nach andauernden Differenzen vor allem um dessen Kompetenzen vorzeitig getrennt. Interessanter als die Personalie selbst dürften Laufzeit des Vertrages und die Befugnisse des neuen Bundestrainers von Januar an sein.

Lambertz: Rio nur als "Durchgangsstation"

Lambertz hatte schon beim medaillenlosen Olympia-Debakel der deutschen Beckenschwimmer im Sommer deutlich erkennen lassen, im Zuge eines grundlegenden Aufbaus nicht nur bis 2016, sondern bis 2020 einen Vertrag zu unterschreiben.

Diese offensiv vorgetragenen Forderungen hatte der DSV bislang abgelehnt, in der öffentlichen Ausschreibung war die Stelle zunächst bis 2016 zu haben. Der ehrgeizige Lambertz hingegen sieht Rio nur als "Durchgangsstation" beim notwendigen Neuaufbau.

Auch Leistungssportdirektor Lutz Buschkow wollte am Montagabend lediglich eine Bewerbung von Lambertz um den Posten bestätigen. Man müsse nun abwarten, ehe die Tinte unter Verträgen trocken sei, ließ Buschkow durchblicken. "Henning Lambertz ist ein erfahrener Trainer, der über viele Jahre im Spitzenbereich tätig war", sagte Buschkow dem TV-Sender "Sky Sport News".

Kaum internationale Bewerber

Nachdem der Belgier Paulus Wildeboer einen Trainerjob in Australien annahm, lief die DSV-Trainersuche immer mehr auf Lambertz zu.

Vor allem die Zahl der internationalen Bewerber war überschaubar, auch andere Schwimm-Nationen waren auf der Suche nach neuem Führungspersonal. Lambertz gilt als Teamplayer mit starkem Willen und eigenen Vorstellungen. So gab er schon vor den enttäuschenden London-Spielen zu, dass in Deutschland im Vergleich zu anderen Nationen zu wenig trainiert wird.

Nach einem erfolgreichen Aufbau in Wuppertal wechselte Lambertz an den Olympiastützpunkt Essen. Diesen Job müsste er als Bundestrainer wohl aufgeben, um Interessenkollisionen zu vermeiden.

Eine Vertragsunterschrift hat es nach dpa-Informationen noch nicht gegeben, eine grundsätzliche Einigung hingegen wurde erzielt. "Wir sind mit dem Findungsprozess fertig. Vertragsdetails kommentiere ich wie immer nicht", sagte Thiel dazu.

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