Dienstag, 01.06.2010

Radsport

Valverde will gegen Dopingsperre klagen

Der spanische Radprofi Alejandro Valverde hat angekündigt, gegen seine Dopingsperre rechtlich vorzugehen. Der Fahrer, sein Team und Spaniens Rad-Verband sehen sich als Opfer.

Alejandro Valverde kündigte rechtliche Schritte gegen die zweijährige Dopingsperre an
© Getty
Alejandro Valverde kündigte rechtliche Schritte gegen die zweijährige Dopingsperre an

Genugtuung in der Radsport-Welt, Verschwörungstheorien in Spanien: Während die zweijährige Dopingsperre gegen den spanischen Radprofi Alejandro Valverde von vielen Seiten Beifall erhielt, sehen sich der Fahrer, sein Team und der nationale Rad-Verband RFEC als Opfer einer internationalen Kampagne.

Das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS will Valverde daher vor dem Schweizer Bundesgericht anfechten.

"Die Strafe ist vollkommen ungerecht und rechtswidrig", teilte der 30 Jahre alte Vueltasieger in einer Erklärung mit und ließ sich notfalls auch den Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte offen.

Sein Team sieht die Entscheidung des CAS als widersprüchlich an: "Selbst der CAS hat eingeräumt, dass Valverdes Siege nicht auf verbotene Praktiken zurückgeführt werden können. Das wird dadurch bestärkt, dass er als der wahrscheinlich am meisten kontrollierte Sportler der Welt niemals positiv getestet wurde."

Blut eindeutig Valverde zugeordnet

Fakt ist allerdings auch, dass bei der so genannten "Operacion Puerto" sichergestelltes Blut, das EPO enthielt, vor zwei Jahren durch italienische Doping-Fahnder eindeutig Valverde zugeordnet werden konnte.

Was den Italienern bereits im vergangenen Jahr für einen Bann des zweimaligen Vize-Weltmeisters genügte, wurde nun - fünf Jahre nach der Puerto-Razzia - durch die CAS-Sperre bis 31. Dezember 2011 auch weltweit geächtet.

Was vom spanischen Sportrat CSD sowie der staatlichen Anti-Doping-Agentur AEA zumindest formal akzeptiert wurde, stieß beim Radsportverband RFEC auf Unverständnis.

"Traurig und hart" sei die Strafe, erklärte RFEC-Präsident Juan Carlos Castano. Ebenso sieht es der Pro-Tour-Lizenznehmer für Valverdes Teamsponsor Caisse D'Epargne, das Unternehmen Abarca Sports: "Es gibt keine Beweise dafür, dass die sportlichen Erfolge von Alejandro Valverde auf einem Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln basieren."

"Triumph für Italiens Olympisches Komitee"

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der Internationale Radsport-Verband UCI hatten dagegen ihre Genugtuung zum Ausdruck gebracht.

"Die UCI hat mit Befriedigung die Entscheidung des CAS aufgenommen. Das Urteil hat eine Situation beendet, die unerträglich geworden war. Die UCI und der Radsport haben gemeinsam sehr unter dieser Affäre gelitten", hieß es in einer UCI-Stellungnahme.

In Italien, wo Valverde seit Mai 2009 durch das Nationale Olympische Komitee CONI gesperrt war, erhielt die Entscheidung ebenfalls große Zustimmung.

"Der schlimmste Skandal in der Geschichte des Radsports ist endlich zu einem Ende gelangt", schrieb die "Gazzetta dello Sport" und der "Corriere dello Sport" feierte die italienischen Ermittlungs-Behörden: "Ein Triumph für Italiens Olympisches Komitee. Mit ein paar Jahren Verspätung ist Valverde gesperrt worden, weil er in die Operacion Puerto involviert war."

Alle Erfolge seit Jahresbeginn aberkannt

Valverde hatte zuletzt außerhalb Italiens weiter an Rennen teilgenommen, obwohl er eigentlich bis zur endgültigen Entscheidung freiwillig pausieren wollte.

Er gewann die Tour de Romandie, wurde Zweiter bei der Baskenland-Rundfahrt und Dritter beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich. Die UCI führte ihn als Nummer eins der Weltrangliste.

Durch das CAS-Urteil werden Valverde alle Erfolge seit Jahresbeginn aberkannt, die entsprechenden Punkte in der Weltrangliste werden gestrichen.

Nicht betroffen sind Valverdes Erfolge vor dem 1. Januar 2010, beispielsweise die 2009 gewonnene Katalonien-Rundfahrt, die Dauphine Libere, die Burgos-Rundfahrt und die Vuelta.

CAS sperrt Valverde bis Ende 2011

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