Radsport

Dopingrazzia bei belastetem Mediziner

SID
Luis Leon Sanchez gewann 2008 und 2009 eine Etappe bei der Tour de France
© Getty

Nachdem der Mediziner Jesus Losa der Dopingverabreichung beschuldigt wurde, hat die spanische Polizei eine Razzia bei ihm durchgeführt. Es wurden aber keine Dopingmittel gefunden.

Eine Warnung in letzter Minute hat offenbar einen weiteren spanischen Dopingskandal nach der Affäre um den Arzt Eufemiano Fuentes verhindert.

Wie die Tageszeitung El Pais berichtet, wurde der von zwei Radfahrern belastete Mediziner Jesus Losa kurz vor einer Razzia gewarnt. Die Polizei sicherte lediglich einige SMS an Radprofis, die jedoch keinen Hinweis darauf gaben, dass Losa Dopingmittel verabreichte oder weitergab.

Behörden stellen Ermittlungen ein

Der Arzt aus Valladolid war von dem bei der Tour 2008 überführten Moises Duenas sowie der kurz vor Beginn der Olympischen Spiele von Peking positiv getesteten Maria Moreno bei Polizeiverhören beschuldigt worden.

Duenas gab an, er habe 6000 Euro an Losa bezahlt, in dessen Privatklinik habe er dafür Spritzen mit ihm nicht bekanntem Inhalt sowie Tabletten erhalten.

Laut "El Pais" gingen die offenbar unverfänglichen SMS an die spanischen Radprofis Luis Leon Sanchez, Dani Moreno, den bereits in der Operacion Puerto belasteten Francisco Mancebo, Luis Mate sowie den Russen Alexander Kolobnew. Die Behörden stellten ihre Ermittlungen daraufhin ein.

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