Trotz kompliziertem Schlüsselbeinbruch

Verletzter Armstrong glaubt an Giro-Start

SID
Mittwoch, 25.03.2009 | 13:19 Uhr
Trotz seines komplizierten Schlüsselbeinbruchs glaubt Lance Armstrong an seinen Giro-Start
© sid
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Lance Armstrong hofft weiter auf die Teilnahme am Giro d'Italia. "Meiner Meinung nach ist der Giro noch machbar", sagte der Texaner trotz eines komplizierten Schlüsselbeinbruchs.

Der Schlüsselbeinbruch von Radprofi Lance Armstrong ist komplizierter als zunächst angenommen. Der Knochen sei laut Armstrong in mehrere Teile zerbrochen, ihm werde bei der Operation am Mittwoch eine Platte eingesetzt.

"Es wird nach ein CT angefertigt, damit alles gut erkennbar ist. Dann werden die Teile wieder zusammengepuzzelt", sagte der siebenmalige Tour-Sieger in einer Telefonkonferenz.

"Eine gewöhnliche Radsport-Verletzung"

Trotz der eher schlechten Nachrichten geht Armstrong weiterhin von seiner Teilnahme am Giro d'Italia aus. "Bis dahin sind es zwar nur noch rund fünf Wochen, aber meiner Meinung nach ist der Giro noch immer machbar", sagte der Texaner: "Es ist eine gewöhnliche Radsport-Verletzung. Vier bis sechs Wochen Pause klingt für mich doch sehr lang."

Nach der Operation brauche Armstrong 72 Stunden absolute Ruhe, und dann "sitze ich vielleicht drei bis vier Tage später wieder auf dem Heimtrainer".

Selbst wenn er schlecht vorbereitet in den Giro ginge und ihn als Vorbereitung für andere Rennen nutze, wäre es für den 37-Jährigen dennoch aufregend, dort teilzunehmen.

"Der größte Rückschlag meiner Karriere"

Der Sturz auf der ersten Etappe der Rundfahrt Castilla y Leon am Montag hat Armstrong nachdenklich gestimmt. "Es ist der größte Rückschlag meiner Karriere und eine neue Erfahrung für mich. Zum Glück habe ich eine gute Saisonvorbereitung absolviert, das wird mir jetzt helfen", sagte der Astana-Profi.

Als Armstrong nach dem Crash im Graben hockte, habe er sich gefragt, warum er sich das noch antue.

"Aber ich denke, das war eine normale Reaktion. Es war ein Schock, aber heute denke ich schon wieder ganz anders", meinte der Ex-Weltmeister: "Ich sehe das aus einer anderen Perspektive. Ein gebrochenes Schlüsselbein ist viel besser als die Ängste, die ich in meinem Leben schon hatte."

Armstrong war von 1996 an Hodenkrebs erkrankt und erfolgreich behandelt worden.

Italien bangt um Giro-Teilnahme von Armstrong

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