Radsport

Schlammschlacht im BDR geht weiter

SID
Robert Bartko kritisiert den BDR-Sportdirektor
© Getty

Eine Woche vor der Bundeshauptversammlung des BDR hat Bahnfahrer Robert Bartko die Amtsführung von Sportdirektor Burckhard Bremer scharf kritisiert. Dieser konterte sofort.

Die öffentliche Schlammschlacht zwischen Athleten und dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hält auch eine Woche vor den Präsidiumswahlen in Leipzig unvermindert an.

Sydney-Olympiasieger Robert Bartko warf Sportdirektor Burckhard Bremer vor, "persönliche Feldzüge" zu führen. "Er betreibt eine Basta-Politik und stellt sich in seiner Position über alles", sagte Bartko. Zuvor hatten Mountainbike-Olmypiasiegerin Sabine Spitz und Ex-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel die BDR-Führung angegriffen.

Bremer über Bartko erstaunt

Bremer konterte den Feldzug-Vorwurf umgehend. "Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechet Robert Bartko, der mit dafür verantwortlich ist, dass der BDR die Olympia-Qualifikation in der Einer- und Mannschaftsverfolgung verpasst hat, sich nun in dieser Form äußert," sagte der umstrittene Sportdirektor.

Bartko hatte vor den Sommerspielen in Peking diverse für die Qualifikation wichtige Weltcups ausgelassen und war Sechstagerennen gefahren.

In Leipzig kommt der BDR am 21. März zu seiner Bundeshauptversammlung zusammen. Dabei stellt sich Präsident Rudolf Scharping zur Wiederwahl, Gegenkandidat ist der frühere Bahnfahrer Dieter Berkmann. Sollte Scharping seinen Posten verlieren, dürfte auch die Position Bremers trotz laufenden Vertrages in Gefahr sein.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung