Motorsport

Bradl tankt im Training Selbstvertrauen

SID
Stefan Bradl zeigte ein gutes Rennen auf dem Sachsenring
© getty

Stefan Bradl hat vor dem Großen Preis von Deutschland aufhorchen lassen. Im Training gelang ihm ein überzeugendes Rennen und Platz vier.

m Training zum neunten WM-Lauf auf dem Sachsenring (Sonntag, 14.00 Uhr) fuhr der MotoGP-Pilot aus Zahling dank einer schnellen Runde kurz vor dem Ende der zweiten Session noch auf den vierten Platz vor und tankte neues Selbstvertrauen.

"Es passt, wir sind gut unterwegs", sagte der 24-Jährige. Zumindest "ein bisschen" Aussagekraft habe der Freitag mit Blick auf das Rennen: "Wir sind nicht langsam." Das Motto für das Qualifying laute "cool bleiben". Der Honda-Fahrer muss im letzten Rennen vor der vierwöchigen Sommerpause unbedingt ein gutes Ergebnis abliefern, da er weiter um einen neuen Vertrag für die kommende Saison kämpft.

Schneller als der WM-Achte Bradl war Aleix Espargaro (Yamaha) unterwegs, der Spanier fuhr in 1:22,041 Minuten Bestzeit vor seinem Landsmann und Weltmeister Marc Marquez (Honda/1:22,312). Hinter dem 21-Jährigen, Sieger der bisherigen acht Rennen des Jahres, wurde in Jorge Lorenzo (Yamaha/1:22,368) ein weiterer Spanier Dritter.

Bradl hatte nach einer durchwachsenen Vorstellung am Vormittag (1:22,802) auch im zweiten Training Probleme, stieß aber spät mit einer 1:22,430 doch noch in die Spitzengruppe vor.

Pedrosa mit Glück im Unglück

Für eine Schrecksekunde sorgte Dani Pedrosa (Honda). Der WM-Dritte stürzte nach der schnellen Bergab-Passage in Kurve 12 heftig, blieb aber von schwereren Verletzungen verschont und konnte das Training fortsetzen.

Wie Bradl fuhr auch Sandro Cortese vorne mit. Auf Platz fünf lag der Berkheimer als bester Deutscher am Ende der beiden Moto2-Trainings. "Wir haben einen guten Rhythmus. Es wird Zeit, mal wieder ein Rennen zu beenden", sagte der Allgäuer. Cortese war zuletzt zweimal ausgefallen.

Nina Prinz mit großen Rückstand

Jonas Folger (beide Kalex) enttäuschte als 22. ("Am Moped liegt's nicht"), auch Marcel Schrötter (beide Tordera-Spanien/Mistral) blieb auf Rang 26 hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Nina Prinz (Speed Up), die dank einer Wildcard dabei ist, wurde mit großem Rückstand 34. und damit Vorletzte. Die 31-Jährige ist eigentlich in der katarischen Superbike-Meisterschaft unterwegs.

Die deutschen Moto3-Piloten starteten derweil schwach ins Rennwochenende. Philipp Öttl (Kalex) war als 17. noch der beste unter den vier Lokalmatadoren. Luca Grünwald (Kalex) musste sich mit Rang 25 begnügen, die beiden Wildcard-Starter Maximilian Kappler (FTR/28.) und Kevin Hanus (Honda/34.) blieben ebenfalls weit hinter den Top 20.

Die Bestzeit fuhr WM-Spitzenreiter Jack Miller. Der Australier war in 1:27,302 Minuten mehr als eine Sekunde schneller als der 18-jährige Öttl (1:28,323). Für das deutsche Quartett wird es beim Heimrennen schwer werden, unter die ersten 15 und damit in die Punkte zu kommen.

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