Zuschauer stirbt nach Horror-Unfall

SID
Freitag, 20.01.2017 | 18:01 Uhr
Die Rallye Monte Carlo wurde von einem tragischen Unglück überschattet
© getty
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Der Auftakt der Rallye Monte Carlo ist vom Tod eines Zuschauers überschattet worden.

Hayden Paddon krachte heftig in die Felswand, Gesteinsbrocken prasselten auf den auf der Seite liegenden Hyundai nieder, und plötzlich übertönten laute Rufe heraneilender Helfer das Motorendröhnen des Rallye-Boliden. Der Auftakt der Rallye Monte Carlo ist am Donnerstagabend von einem Horror-Unfall überschattet worden, ein Zuschauer kam dabei ums Leben.

Während der ersten Wertungsprüfung kam der Neuseeländer Paddon in einer Linkskurve von der vereisten und spiegelglatten Strecke ab und prallte in den Berg. Paddon und sein Beifahrer John Kennard überstanden den Crash unversehrt.

Der 50 Jahre alte Fan aus Spanien, der sich Augenzeugenberichten zufolge für Fotos in einem nicht für Zuschauer zugelassenen Streckenabschnitt aufhielt, wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Nizza geflogen. Dort konnten die Ärzte das Leben des Mannes nicht mehr retten, er erlag seinen Verletzungen.

"Trotz größter Anstrengungen der Mediziner ist der Zuschauer tragischerweise verstorben", teilten die Veranstalter in einem Statement mit. Die Behörden haben eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

Paddon sprach den Angehörigen des Opfers sein Beileid aus: "Ich bin unfassbar traurig. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden", sagte er.

Die erste von 17 Wertungsprüfungen wurde nach dem Unfall abgebrochen, weitere Konsequenzen wurden nicht gezogen. Noch am Abend starteten die Motoren für die zweite Wertungsprüfung neu - The show must go on. Beendet war die "Monte" allerdings für Paddon, der als Folge des Unfalls nicht mehr ins Cockpit stieg.

Seine Kollegen gingen am Freitagmorgen dagegen wieder zur Tagesordnung über. Der Belgier Thierry Neuville behauptete seine Führung vom Vortag und lag nach der achten Wertungsprüfung mit seinem Hyundai 45,1 Sekunden vor Weltmeister Sébastien Ogier. Der Franzose ist nach dem Rückzug von Volkswagen erstmals im Ford am Start. Nur 0,3 Sekunden dahinter folgt Ott Tänak aus Estland (Ford).

Der tragische Tod des Zuschauers überschattete den Auftakt der Rallye-WM, von der sich der Veranstalter WRC nach dem Ausstieg von VW mehr Abwechslung und Spannung verspricht. Ogier, der beste Fahrer der Welt, strebt mit einem Underdog-Team an die Spitze. Zeitgleich will der frühere Dominator Citroen nach dem VW-Abschied das Machtvakuum füllen. Und Toyota gibt nach 17 Jahren sein Comeback. Ein neues Reglement macht die Autos zudem leistungsstärker und schneller.

Der tückischen Eispiste in den Seealpen war Paddons Bolide aber nicht gewachsen.

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