Bei MotoGP-Rennen in Malaysia

Marco Simoncelli tödlich verunglückt

SID
Sonntag, 23.10.2011 | 12:05 Uhr
Der ehemalige Weltmeister Marco Simoncelli ist beim Großen Preis von Malaysia tödlich verunglückt
© Imago
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Die Motorrad-Welt steht unter Schock: Der ehemalige Weltmeister Marco Simoncelli aus Italien ist beim Großen Preis von Malaysia tödlich verunglückt. Der Honda-Pilot erlag nach einem schweren Unfall in der ersten Runde seinen schweren Verletzungen.

Die Motorrad-Welt trauert um Ex-Weltmeister Marco Simoncelli, und auch Stefan Bradl war geschockt. "Das ist sehr traurig und tragisch. Da fehlen einem die Worte", sagte der 21-Jährige aus Zahling, "er war ein lustiger und netter Typ."

Der 24-jährige Italiener war am Sonntagmorgen im Medical Centre der Hauptstadt Kuala Lumpur den schweren Brust-, Kopf- und Nackenverletzungen erlegen, die er sich bei seinem schweren Unfall in der MotoGP-Klasse beim Großen Preis von Malaysia zugezogen hatte.

"Er hat beim Unfall schwere Verletzungen an Kopf, Nacken und Brustkorb davongetragen", erklärte der medizinische Direktor Michele Macchiagodena: "Er war bewusstlos und erlitt einen Herzstillstand. Es wurden sofort Reanimationsmaßnahmen ergriffen. Im Medical Centre wurde er intubiert und es konnte Blut aus dem Brustkorb entfernt werden. Die Wiederbelebungsversuche wurden 45 Minuten lang durchgeführt, um 16.56 Uhr (Ortszeit, d. Red.) mussten wir ihn für tot erklären." Renndirektor Paul Butler kündigte eine eingehende Untersuchung des Vorfalls an.

Simoncelli ist der zweite tote Motorradrennfahrer binnen 14 Monaten. Im vergangenen Jahr war der Japaner Shoya Tomizawa beim WM-Rennen in Misano unter ähnlichen Umständen tödlich verunglückt.

Schweigeminute im italienischen Sport

Simoncelli, 250er-Champion von 2008, war in der ersten Runde in Kurve 11 gestürzt und anschließend von Colin Edwards aus den USA und seinem Landsmann Valentino Rossi überrollt worden.

Dabei wurde ihm der Helm abgerissen, Simoncelli blieb regungslos auf der Strecke liegen. Das Rennen wurde sofort abgebrochen und auch nicht mehr neu gestartet. "Wenn sich der Helm löst, ist das nie ein gutes Zeichen", sagte MotoGP-Weltmeister Casey Stoner. Wie viele andere an der Strecke rechnete der Australier mit dem Schlimmsten.

Im italienischen Sport wurde am Sonntag eine Schweigeminute für Simoncelli abgehalten. Dies gab Gianni Petrucci als Präsident des italienischen Olympia-Komitees CONI bekannt.

"Simoncelli war ein wunderbarer Mensch"

"Heute ist einer der traurigsten Tage meiner Präsidentschaft. Simoncellis Tod hat mich zutiefst erschüttert. Das Leben ist heilig, man kann nicht mit 24 Jahren bei einem Rennen sterben", sagte Petrucci fassungslos.

Die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" titelte spontan: "Addio SuperSic". Ergriffen erklärte Simoncellis Manager Carlo Pernat: "Simoncelli war ein wunderbarer Mensch. Er war immer positiv und entschlossen. Er hatte einmalige menschliche und sportliche Eigenschaften."

Tiefe Trauer herrschte im Fahrerlager. Simoncellis Kollegen zeigten sich in ersten Stellungnahmen schockiert. Den neunmaligen Weltmeister Rossi nahm der Tod des langjährigen Kollegen schwer mit. "Valentino ist geschockt. Er kann viel aushalten, aber das ist eine Tragödie. Er hat einen guten Freund verloren", teilte Manager Vittoriano Gureschi von Rossis Ducati-Team mit.

Auch die Formel 1 trauert

Der Brite Cal Crutchlow teilte via Twitter mit: "Ein großer Fahrer und ein toller Kerl ist von uns gegangen. Den heutigen Tag werde ich nie vergessen."

Ex-Weltmeister Jorge Lorenzo, der im Mai noch mit Simoncelli über dessen risikoreichen Fahrstil diskutiert hatte, könne an so einem Tag nichts sagen: "Nur, dass uns Simoncelli sehr fehlen wird. Marco, ruhe in Frieden." Marco Melandri twitterte: "Worte werden nie unseren Schmerz beschreiben können."

Auch die Formel 1 trauert mit der Motorrad-Szene. "Ruhe in Frieden, Marco. Ein großes Talent, das wir vermissen werden. In Gedanken an Deine Liebsten und das MotoGP-Fahrerlager, Mark", sagte Sebastian Vettels Red-Bull-Teamkollege Mark Webber (Australien) via Twitter. Seit Einführung der Motorrad-WM ist Simoncelli das insgesamt 47. Todesopfer.

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