US-Läuferin fordert Olympia-Ausschluss

Montano gegen Gatlin und Gay in Rio

SID
Donnerstag, 10.03.2016 | 12:17 Uhr
Alysia Montano denkt nicht, dass Gatlin oder Gay eine zweite Chance nach den Dopingfällen verdienen
© getty
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Alysia Montano hat sich für den Olympia-Ausschluss der bereits wegen Dopings gesperrten Sprinter Justin Gatlin und Tyson Gay ausgesprochen. "Nein, ich denke nicht", sagte 800-Meter-Läuferin Montano auf die Frage, ob Gatlin und Gay bei den kommenden Olympischen Spielen in Rio starten sollten.

"Als US-Athlet heißt es: 'Unterstütze Deine Team-Mitglieder und so weiter. Aber meine Teamkollegen sind saubere Athleten.", so die 29-Jährige.

Eine Entschuldigung für Dopingmissbrauch sei immer schnell gefunden. "Aber jeder Athlet ist zu 100 Prozent selbst dafür verantwortlich, was in seinen Körper kommt", sagte Montano, Olympia-Fünfte von London, bei einem Medientreff des US-amerikanischen Olympischen Komitees: "Warum erkennen wir nicht, dass wir Doper nicht feiern sollten? Einmal Betrüger, immer Betrüger. Diese Leute wollen einfach nur die naive Karte spielen, aber wir sind nicht in der Vorschule."

Gatlin war zwischen 2006 und 2010 wegen Testosteron-Dopings gesperrt, Gay wurde 2013 nach einem positiven Befund für ein Jahr aus dem Verkehr gezogen. Beide begründeten ihre Dopingfälle unter anderem damit, dass sie falschen Leuten vertraut hätten. Montano winken von den Weltmeisterschaften 2011 und 2013 sowie von Olympia 2012 noch nachträgliche Medaillen, weil vor ihr platzierte Konkurrentinnen wie Maria Sawinowa und Ekaterina Poistogowa (beide Russland) unter Dopingverdacht stehen.

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