Sonntag, 01.01.2012

Läufer stirbt in Trier

Tariku Bekele siegt in Sao Paulo

Es strömte im Regen, doch die 25.000 Läufer feierten beim ältesten Silvesterlauf der Welt auf den Straßen von Sao Paul ein bisschen Karneval

Tariku Bekele lief in Sao Paulo 23 Sekunden vor dem Zweiten über die Ziellinie
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Tariku Bekele lief in Sao Paulo 23 Sekunden vor dem Zweiten über die Ziellinie

Besonderen Grund zum Feiern hatte Tariku Bekele, der die 87. Auflage für sich entschied. Auch in vielen deutschen Städten ließen tausende Teilnehmer das Jahr sportlich ausklingen. Von einem Todesfall überschattet wurde der Silvesterlauf von Werl nach Soest. Dort brach ein 45-jähriger Mann am Samstag zusammen und konnte nicht mehr reanimiert werden.

In der brasilianischen Millionenmetropole siegte der jüngere Bruder des äthiopischen Olympiasiegers Kenenisa Bekele nach 15 Kilometern in 43:35 Minuten vor den beiden Kenianern Mark Korir (43:58) und Matthew Kisorio (44:12). Bei den Frauen setzte sich Jeptoo Prisca aus Kenia mit Streckenrekord (48:48) gegen die Äthiopierin Wude Ayalew (48:52) und Eunice Kirwa (Kenia/50:58) durch.

Mockenhaupt mit Last-Minute-Start

Deutschlands Langstreckenkönigin Sabrina Mockenkaupt (LG Sieg) hatte kurzfristig für den 30. Silvesterlauf von Werl nach Soest gemeldet und ließ dort der Konkurrenz über 15 Kilometer keine Chance. "Ich wollte heute nur gewinnen. Die Zeit war mir egal", sagte die 31-Jährige.

"Ich bin während des Silvester-Wochenendes in Willingen. Da ich dort wegen des fehlenden Schnees nicht Skilanglaufen konnte, habe ich mich kurzfristig für einen Start hier entschieden."

Bei den Männern gewann der deutsche Hochschulmeister Dominik Fabianowski. Überschattet wurde der Jubiläumslauf durch den Tod eines 45-jährigen aus Soest, der mit einem Herz-Kreislauf-Versagen zusammenbrach, auf den Kopf fiel und wenig später im Krankenhaus verstarb.

Äthiopien-Siege im "deutschen Sao Paulo"

Beim bedeutendsten Silvesterlauf Deutschlands in Trier triumphierten Athleten aus Äthiopien. Über acht Kilometer der Männer feierten Mosinet Girmet, Bane Tola und Yigrem Demelash einen Dreifachsieg beim sogenannten "deutschen Sao Paulo". Bei den Frauen lag die Äthiopierin Almensh Belete über fünf Kilometer vor der 20 Jahre alten Regensburgerin Corinna Harrer.

Nach Kenia gingen die Siege beim bestbesetzten Silvesterlauf der Welt. In Bozen gewannen die dreifache Weltmeisterin Vivian Cheruyot das Rennen der Frauen über fünf Kilometer und Afrikameister Edwin Soi den Lauf der Männer über die doppelte Distanz.


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