UHC Hamburg Organisator trifft harte Worte

Spielplan: "Sauerei"

SID
Donnerstag, 08.09.2016 | 16:25 Uhr
Hockey-Bundesligist UHC Hamburg ist über den neuen Spielplan nicht erfreut
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Der neue Spielplan der Hockey-Bundesligen sorgt insbesondere bei den acht Hamburger Männer- und Frauen-Teams für großen Ärger. "Das geht über das hinaus, was man als Sauerei oder Unfähigkeit bezeichnet", sagte Eventorganisator Peter Müller vom UHC Hamburg dem Hamburger Abendblatt.

"Mit solchen Anfängern kommt Hockey auf dem Weg der Professionalisierung nicht weiter," sagte Müller.

In der Hinrunde der Feldsaison 2016/2017 werden alle Hamburger Teams an Doppelspieltagen jeweils parallel auswärts beziehungsweise zuhause antreten. Die Vereine befürchten durch die damit vorhandene große lokale Konkurrenz Einbußen bei den Einnahmen sowie Nachteile in der Medienpräsenz.

Man könne als Hockey-Interessierter an einem Wochenende gar kein Spiel sehen und am nächsten "hat man die geballte Ladung von 16 Partien", sagte Müller: "Das ist eine Nichtachtung der Bedeutung Hamburgs für den Hockeysport, die unverschämt ist."

Auch Vertreter anderer Klubs aus der Hansestadt fanden deutliche Worte. "Das ist eine Farce. Wieso das gemacht wird, weiß niemand, denn es gibt ja keinen Vorteil, sondern nur Nachteile durch diese Regelung", sagte Jens George, Frauen-Trainer des Club an der Alster.

"Thema Hamburg ist durch die Lappen gegangen"

"Das macht wenig Sinn und ist bestimmt nicht zuschauerfreundlich", meinte Männer-Coach Christoph Bechmann vom Harvestehuder THC.

Die ehrenamtlichen Spielplan-Gestalter des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), Bernd Schuckmann und Harald Steckelbruck, äußerten Verständnis für die Kritik. "Wir hatten das Thema Hamburg auf dem Zettel. Aber bei der Komplexität des Erstellens eines ausgewogenen Spielplans ist es uns durch die Lappen gegangen", sagte Schuckmann.

Eine Änderung ist seiner Aussage zufolge für die Hinrunde nicht mehr möglich. In der Planung der zweiten Saisonhälfte mit Start im April 2017 sollen die Interessen der Hamburger Hockey-Klubs dann aber möglichst stärker berücksichtigt werden.

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