Basketball

Berlin, Bamberg, Bayern Favoriten

SID
Pascal Roller hat gleich drei Favoriten auf den Meistertitel der BBL
© getty

Festlegen auf einen Namen? So einfach ist das nicht. "Ich tue mich dieses Jahr extrem schwer", sagt Pascal Roller. Auf drei Mannschaften grenzt der langjährige Nationalspieler den Favoritenkreis vor dem Beginn der Playoffs in der BBL im "SID"-Gespräch dann aber schon ein. "Ich habe mich festgelegt auf die drei großen B's. Also Berlin, Bamberg, Bayern."

Roller (37), treibende Kraft hinter dem Projekt Hamburg Towers und Teil des Expertenteams beim übertragenden TV-Sender "Sport1", hat seine ganz eigenen Lehren aus der Hauptrunde gezogen. Prognosen seien schwierig.

"Es ist ein wesentlich engeres Rennen, als es vielleicht der Saisonverlauf wiedergegeben hat", erklärt Roller: "Das kann eine unheimlich spannende Konstellation werden, weil die drei Mannschaften spezielle Charakterzüge aufweisen. Die sind alle auf Augenhöhe."

"Die" sind Bayern München, erstmals seit dem Aufstieg vor drei Jahren Hauptrundensieger, die Brose Baskets Bamberg, Meister der vergangenen vier Jahre, und Alba Berlin, Pokalsieger der vergangenen beiden Auflagen. Dass die Münchner in der Meisterrunde diesmal bis zum Schluss Heimvorteil haben, sei "sehr wichtig. Davon werden sie profitieren." Für den 122-maligen Nationalspieler sind die Bayern dadurch aber längst nicht automatisch erster Anwärter auf den Titel.

Bamberg will Roller auf keinen Fall abschreiben. Trotz der eher holprigen Saison. Denn die Franken hätten eben "einen Erfahrungsvorteil in der Mannschaftskonstellation. Nach einer unruhigen Saison können sie, wenn es hart auf hart kommt, auf Automatismen zurückgreifen, die bei anderen noch nicht so ausgeprägt sind", meint der "Sport1"-Experte. Routiniers wie Casey Jacobsen, Anton Gavel und John Goldsberry spielten halt "schon seit Jahren unter dem Trainer zusammen".

Alba hinterlässt besten Eindruck

Beeindruckt hat Roller, Namensgeber des BBL-Awards für den "Most Likeable Player" (beliebtester Spieler), vor allen Dingen Alba. Nicht nur beim Top Four um den BBL-Pokal, als erst Bamberg und dann Gastgeber ratiopharm Ulm auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung geschlagen worden waren. "Berlin begeistert mich persönlich. Ich mag die Art und Weise, wie sie über ihre aggressive Verteidigung ins Laufen kommen. Die Mannschaft funktioniert."

Eine Überraschung im am Samstag beginnenden Viertelfinale (best of five) kann sich der WM-Dritte von 2002 zwar vorstellen, ganz grundsätzlich rechnet der vor drei Jahren von der Profi-Bühne abgetretene Roller aber eher nicht damit. "Ich glaube an den Heimvorteil, den sich die oberen Vier hart erarbeitet haben. Das wird schwierig für die Plätze 5 bis 8."

München spielt am Samstag (19.30 Uhr) gegen die MHP Riesen Ludwigsburg, Bamberg gegen die Artland Dragons (14.15 Uhr), Berlin gegen Ulm (19.30) und die EWE Baskets Oldenburg bekommen es mit den Telekom Baskets Bonn zu tun (20.00).

Die BBL-Playoffs im Überblick

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