Bayern souverän, Bamberg patzt

Von Jonas Schützeneder
Samstag, 10.05.2014 | 21:34 Uhr
Bryce Taylor war mit 20 Punkten Top-Scorer der Bayern
© getty
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Der Top-Favorit stellt zum Auftakt seine Titelambitionen deutlich unter Beweis. Gegen überforderte Gäste überzeugt mal wieder ein Swingman. Derweil sorgen die Dragons mit ihrem Auswärtssieg über Bamberg für die erste Sensation. Alba behält gegen Ulm die Oberhand.

FC Bayern Basketball - MHP Riesen Ludwigsburg 101:57 - Serie : 1:0 BOXSCORE

Deutlicher hätte der Top-Favorit seine Titelambitionen wohl nicht unterstreichen können. Zum Playoff-Auftakt dominierten die Münchner im ausverkauften Audi Dome das Geschehen von Beginn an. Besonders motiviert war der zuletzt überragende Bryce Taylor, der gleich für zwölf der ersten 14 Bayern-Punkte sorgte.

Wie erwartet verteidigten die Bayern äußerst hoch, Ludwigsburg versuchte mit Tempo-Kontrolle und Set-Play die Lücken zu finden, was anfangs über Michael Stockton auch ganz gut gelang. In der Folge stellte sich der FCB allerdings besser auf das Pick and Roll ein und kam dadurch im zweiten Viertel schnell zur zweistelligen Führung.

Nach der Pause wuchs der Vorsprung innerhalb von Minuten sogar auf über 30 Punkte an. Wie schon während der regulären Saison agierten die Münchner mit schnellem Transition-Game und trafen dazu traumhaft sicher aus der Distanz (45 Prozent Dreier). Im Schlussdrittel wurde das Duell dann endgültig zur Demontage.

Gegen die vielfältigen Offensiv-Optionen hatten die Gäste immer weniger entgegenzusetzen. Sowohl am Brett (47:27 Rebounds), als auch bei der Wurfquote aus dem Feld (55:37 Prozent) war in Game 1 kein Ankommen gegen den überzeugenden FCB, bei dem vor allem Taylor (20 Punkte) nicht zu stoppen war. Bei Ludwigsburg hielt Keaton Grant mit 16 Punkten dagegen.

Brose Baskets Bamberg - Artland Dragons 68:73 - Serie: 0:1 BOXSCORE

Was für ein Auftakt in die BBL-Playoffs! Von Beginn an agierten die Gäste keineswegs wie der Außenseiter und verteidigten vor allem das erste Viertel nahezu vorbildlich. Im Angriff suchten die Dragons immer wieder das Pick and Roll - mit Erfolg! Die Kombinationen zwischen David Holston und Kenneth Frease brachten durchwegs einfache Punkte.

Und auch in der Defense fanden die Gäste mit Midcourt-Press die richtigen Wege. Resultat: Bamberg erzielte im ersten Viertel nur elf Punkte, Artland 18. Nach einem ausgeglichenen zweiten Viertel kamen die Franken dann endlich besser ins Spiel und starteten angeführt vom starken D'Or Fisher (14 Punkte) die Aufholjagd.

Die Entscheidung fiel dann kurz vor Schluss: Auf Bamberger Seite vergab Anton Gavel drei Freiwürfe in Folge, David Holston übernahm bei einem Zähler Rückstand die Verantwortung und schoss seine Dragons mit einem spektakulären Dreier in Führung. An der Linie sicherte der Tabellensiebte dann den sensationellen Auftaktsieg.

Besonders auffällig: Bamberg zeigte wie zuletzt große Schwächen im Rebound. Artland dominierte die Bretter (39:29 Rebounds) und war vor aus der Distanz stets brandgefährlich. Bestes Beispiel: Ex-Münchner Brandon Thomas, der sechs seiner sieben Dreier verwandelte und mit 24 Punkten Matchwinner war.

Alba Berlin - ratiopharm Ulm 86:66 - Serie: 1:0 BOXSCORE

Es roch lange Zeit nach der Überraschung: Über 20 Minuten spielten die Gäste aus Ulm überzeugende Defense und brachten Alba gehörig ins Wanken. Mit vier Punkten Vorsprung ging Thorsten Leibenath und seine Mannen in die Kabine. Dort muss auf der anderen Seite Sasa Obradovic ziemlich deutliche Worte gefunden haben.

Die Hauptstädter kamen mit einer ganz anderen Intensität aus der Kabine und dominierten plötzlich die Bretter (43:34 Rebounds). Garant für die Aufholjagd: Jan Jagla! Der Ex-Münchner kam auf starke 20 Punkte und war maßgeblich an der starken zweiten Hälfte beteiligt. Mit 25:15 und 24:10 gingen die letzten Viertel klar an Alba, das sich damit die wichtige Führung erspielte und selbstbewusst zum Gastspiel in den Süden reisen kann.

Baskets Oldenburg - Baskets Bonn 69:63 - Serie: 1:0 BOXSCORE

Klare Unterlegenheit bei Rebounds und Assists, dazu mickrige 21 Prozent Dreier. So ein Spiel kann man eigentlich nicht gewinnen. Oldenburg hat das Kunststück trotzdem fertig gebracht. Wie? Mit mit hoher Intensität in der Defense! Diese erzwang gleich 19 Turnover der Gäste, die immer wieder zu einfachen Oldenburger Punkten führten.

"Am Ende haben wir uns zu viele Turnover geleistet, die Oldenburg leichte Punkte ermöglicht haben und das Spiel haben kippen lassen", kritisierte auch Bonn-Coach Mathias Fischer nach dem Match. Besonders Chris Kramer konnten die Gäste nie richtig kontrollieren. Der US-Guard kam auf 18 Punkte und sieben Rebounds.

Die Playoffs im Überblick

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