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Nach Mobbing-Vorwürfen: DTB will Völkerball "kritisch betrachten"

SID
Der DTB will Völkerball "kritisch betrachten".

Der Deutsche Turner-Bund (DTB) will eine kanadische Studie, in der Völkerball als "legalisiertes Mobbing" bezeichnet wird, als Anlass nehmen, das Spiel "kritisch zu betrachten".

"Der DTB versucht Völkerball als faires Spiel zu vermitteln, bei dem es eher um Reaktionsschnelligkeit und das Fangen des Balles in allen Varianten geht, als darum, 'Unterdrückung' auszuüben oder jemanden zu 'entmenschlichen'", sagte DTB-Pressesprecher Torsten Hartmann.

Eine Forschergruppe unter der Leitung der Bildungswissenschaftlerin Joy Butler hatte vor kurzem in Vancouver eine Studie vorgestellt und aus ihrer Sicht darin belegt, dass das traditionsreiche Spiel Aggressionen fördere. Man empfehle daher, dieses Ballspiel aus dem Schulsport zu streichen.

Der DTB verweist nun darauf, dass Völkerball als Wettkampfsport in den Vereinen freiwillig betrieben werde, Hartmann: "Unsere Philosophie ist, dass Völkerball ein Mannschaftsspiel ist, welches auch Teamwork und Fairplay bedeuten sollte."

Dazu würde passen, dass die Zahl von Völkerballspielern beim Deutschen Turnfest sowie den Landesturnfesten zuletzt regelmäßig stieg.

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