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WM-Fünfkämpfer: Männer-Staffel holt Silber

SID
Männer-Staffel holt Silber bei der WM in Kairo
© getty

Die deutsche Männer-Staffel hat zum Auftakt der Weltmeisterschaften der Modernen Fünfkämpfer in Kairo nach einem starken Endspurt überraschend die Silbermedaille gewonnen.

Rio-Starter Christian Zillekens (Potsdam) und Alexander Nobis (Berlin), der 2015 mit Marvin Dogue (Potsdam) sogar Staffel-Gold gewonnen hatte, mussten sich nach Fechten, Schwimmen, Reiten und dem Combined-Wettbewerb mit 1419 Punkten nur hauchdünn den Titelverteidigern Jun Woong-Tae/Hwang Woo-Jin aus Südkorea (1422) geschlagen geben. Bronze holte Weißrussland (1407).

"Die Silbermedaille ist ein toller Erfolg. Wir haben uns nach schwierigem Start im Fechten in den Wettkampf hineingekämpft", sagte der 27 Jahre alte Nobis. Zillekens (34) meinte: "Der Wettkampf hat richtig Spaß gemacht. Natürlich ist es toll, wenn man für eine solche Aufholjagd am Ende mit einer Medaille belohnt wird."

Zillekens/Nobis hatten bei "Halbzeit" nach einem neunten Platz im Fechten und Rang acht im Schwimmen an achter Position gelegen. Doch im Reiten und im Combined war das deutsche Duo nicht zu schlagen und schob sich noch auf Platz zwei vor.

Weitere Hoffnungen liegen in der Frauen-Staffel

Hoffnung auf eine weitere Medaille darf sich der Deutsche Verband für Modernen Fünfkampf (DVMF) am Mittwoch in der Frauen-Staffel machen. Dort werden Peking-Olympiasiegerin Lena Schöneborn (Bonn) und die Rio-Fünfte Annika Schleu (Berlin) als Titelverteidigerinnen an den Start gehen. Gemeinsam hatte das Duo zudem im Juli mit EM-Gold in Minsk den vierten internationalen Titel in dieser Disziplin gewonnen.

"Ich bin gut drauf, setze mir aber keine Platzierung als Ziel", sagte Schöneborn, Einzel-Weltmeisterin von 2015. Die WM in Kairo soll für Schöneborn der versöhnliche Abschluss einer schwierigen Saison werden, in der sie von einer Oberschenkelverletzung zurückgeworfen worden war.

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