DTB-Pokal in Stuttgart

DTB-Turner als 3. im Finale

SID
Freitag, 29.11.2013 | 19:03 Uhr
Dank eines starken Marcel Nguyen steht die deutsche Mannschaft im Finale von Stuttgart
© getty
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Comeback gelungen, für das Team-Finale qualifiziert: Ein bärenstarker Marcel Nguyen hat die deutsche Riege beim Mannschafts-Wettbewerb im Rahmen des DTB-Pokals in Stuttgart in den Endkampf am Samstag geführt. Der Halb-Vietnamese hatte sich seit April eine Auszeit genommen, um neue Übungen einzustudieren.

Nach einer siebenmonatigen internationalen Wettkampfpause präsentierte sich der Olympia-Zweite von London frisch und hochmotiviert. Schlichen sich am Boden (14,70) Punkte noch kleine Fehler ein, war die Ringe-Übung des 26-Jährigen (15,10) nahezu makellos.

An seinem Lieblingsgerät, dem Barren, verzichtete der ehemalige Europameister zwar auf seinen Tsukahara-Abgang, kam aber dennoch auf einen Weltklassewert von 15,70 Punkten. Und auch am Reck blieb Nguyen (14,45) ohne größeren Patzer.

"Das war ein richtig geiler Wettkampf. Ich habe diese große Bühne doch ein bisschen vermisst", sagte Nguyen, der aber auch noch Defizite ausgemacht hatte: "An meiner Fitness muss ich noch ein bisschen arbeiten." Sowohl an den Ringen als auch am Barren erturnte Nguyen die Tageshöchstnote.

Noch kein Einsatz für Hambüchen

Mit seinen Leistungen trug der Stuttgarter entscheidend dazu bei, dass das Quartett des Deutschen Turner-Bundes mit 174,70 Punkten den für die Finalqualifikation wichtigen dritten Platz belegen konnte. Vor den Gastgebern kamen erwartungsgemäß Japan (176,45) und China (175,75) ein, Großbritannien (174,25) landete auf Rang vier.

Noch nicht zum Einsatz kam Fabian Hambüchen. Der Vize-Weltmeister am Reck geht erst am Sonntagbei der Weltcup-Entscheidung an die Geräte. Dagegen wagt sich Andreas Toba an die Doppelbelastung. Der Hannoveraner startet sowohl in der Teamchallenge als auch per Wildcard beim Weltcup.

Kunstturnerinnen verpassen Sensation

Bereits am Mittag hatten die deutschen Kunstturnerinnen zum Auftakt der Traditionsveranstaltung eine faustdicke Überraschung nur knapp verpasst. Bei der Qualifikation für das Finale der Team Challenge der Frauen am Sonntag brachte das Quartett von Cheftrainerin Ulla Koch die Weltklasseriege aus China an den Rand einer Niederlage.

Die Asiatinnen kamen vor 3.500 zumeist jugendlichen Zuschauern in der Porsche-Arena auf 111,90 Punkte, mit 111,85 Zähler lagen die Gastgeberinnen dicht dahinter.

Dabei fehlte ihnen die deutsche Meisterin Elisabeth Seitz aus Mannheim, die Weltcupsiegerin konzentriert sich in der schwäbischen Metropole ganz auf den ersten Wettbewerb der neuen Serie am Samstag.

Kim Bui Publikumsliebling

Besonders viel Beifall erntete dabei Kim Bui. Die Lokalmatadorin vom deutschen Mannschafts-Meister MTV Stuttgart war mit 14,05 Punkten beste Turnerin am Boden.

Rang drei im Vorkampf der Team Challenge ging an das Team aus Russland (108,40) vor der Schweiz (104,150, diese beiden Mannschaften sind ebenfalls für das Finale qualifiziert. Ausgeschieden sind Kanada (103,40) sowohl eine Auswahl des KTF Stuttgart (103,20).

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