Dienstag, 21.08.2012

Dopingvorwürfe gegen Konkurrenten

Steiner klagt Gewichtheber-Weltverband an

Deutschlands Gewichtheber-Star Matthias Steiner hat Doping-Vorwürfe gegen die Konkurrenz aus Russland und Iran erhoben. Er fordert deutlich verbesserte Doping-Kontrollen.

Matthias Steiner setzt sich für die Glaubwürdigkeit der Sportart Gewichtheben ein
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Matthias Steiner setzt sich für die Glaubwürdigkeit der Sportart Gewichtheben ein

"Ich habe es mit Sportlern aus Nationen zu tun, wo - wie soll ich sagen - der Weg zur Leistung mitunter ein anderer zu sein scheint als bei uns", sagt der Peking-Olympiasieger der am Mittwoch erscheinenden "Sport Bild" und greift den Weltverband IWF wegen ihrer laschen Doping-Kontrollen scharf an: "Hier wird mir zu viel weggeschaut und verharmlost."

Im Kampf um die Glaubwürdigkeit seiner Sportart fordert Steiner daher deutlich verbesserte Doping-Kontrollen vor allem im Training: "Was die internationalen Kontrollen betrifft, die durch die IWF und deren Präsidenten Dr. Tamas Ajan festgelegt und in Auftrag gegeben wurden, sind in der Statistik der letzten Jahre sehr große Ungereimtheiten festzustellen. So hatten die Russen in diesem Jahr über dieses System überhaupt keine Trainingskontrollen."

Steiner klagt vor allem dort die fehlenden Trainingskontrollen an, weil ausgerechnet der "russische Verband gemeinsam mit den Iranern in der Statistik der positiven Befunde der letzten neun Jahre mit 17 beziehungsweise 18 positiven Fällen eine Spitzenposition" einnimmt. Auch die "zunehmende deutlich sichtbare Vermännlichung im Frauen-Gewichtheben" sind für Steiner Dopingindizien.


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