Nach Ablauf der Sperre

Heinze: "Pechstein-Comeback bei WM möglich"

SID
Dienstag, 02.11.2010 | 12:37 Uhr
Die gebürtige Berlinerin Claudia Pechstein wurde 2009 wegen Blutdopings gesperrt
© Getty
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DESG-Präsident Gerd Heinze will eine Rückkehr von Claudia Pechstein bei der Mehrkampf-WM in Calgary am 9. Februar zwei Tage nach Ablauf der Dopingsperre nicht ausschließen.

Gerd Heinze, Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), hält ein Comeback von Claudia Pechstein bei der Mehrkampf-WM in Calgary zwei Tage nach Ablauf ihrer Dopingsperre am 9. Februar für möglich.

"Wenn die sportlichen Leistungen da sind, werden wir ihr den Weg nicht versperren", sagte Heinze: "Ich traue ihr ein Comeback zu. Sie hat außergewöhnliche sportliche Fähigkeiten und den unbedingten Ehrgeiz, der Welt noch mal zu zeigen, dass sie es kann."

Die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein, die durch den Weltverband ISU wegen auffälliger Blutwerte ohne direkten Dopingnachweis für zwei Jahre gesperrt worden war, ist derzeit wegen der Folgen eines Nervenzusammenbruchs krankgeschrieben. Wenn sie wieder fit ist, muss sie voraussichtlich in Vollzeit ihren Dienst bei der Bundespolizei antreten.

Bis zum Ende der Sperre darf sie nicht mit der Nationalmannschaft trainieren und muss sich alleine vorbereiten.

Weltcup in Salt Lake City

Ob ihr unter diesen Umständen ein Comeback gelingt, ist fraglich. In Kürze will Pechstein, die bei einem Comeback in Calgary knapp 39 Jahre alt wäre, zunächst ihre Autobiographie veröffentlichen.

Ein weiterer möglicher Comeback-Termin für Pechstein ist der Weltcup in Salt Lake City eine Woche nach der Mehrkampf-WM.

Dort könnte sich Pechstein im 5000-m-Rennen in der schwächeren B-Gruppe mit einer guten Zeit über das so genannte Time-Ranking für die Einzelstrecken-WM in der neuen Inzell von 10. bis 13. März qualifizieren.

Bei einem Start bei der Mehrkampf-WM in Calgary müsste Pechstein einen Startplatz einnehmen, den zuvor eine andere Läuferin erkämpft hat. Qualifikations-Wettkampf für die Titelkämpfe in Calgary ist die EM in Klobenstein (7. bis 9. Januar).

Pechstein stellt Autobiographie vor

Die fünfmalige Olympiasiegerin stellt am Montag (8. November) derweil ihre Autobiografie "Von Gold und Blut - Mein Leben zwischen Olymp und Hölle" in Berlin vor. Pechstein tritt ab 11.00 Uhr im Regent-Hotel in der Charlottenstraße in Berlin-Mitte vor die Medien.

Wie Pechstein erklärte, sei das Buch bereits vor dem Feststellen ihrer erhöhten Blutwerte im Febraur 2009 geplant gewesen.

"Obwohl ich unschuldig bin, wurde ich gesperrt, wegen angeblichen Dopings. So ist meine Autobiografie ganz anders geworden, als ich es mir vor dem 7. Februar 2009 jemals hätte vorstellen können", sagte die 38-Jährige und fügte an: "Denn an diesem Tag sorgte ein einziger Blutwert dafür, dass sich mein Leben komplett änderte - und damit auch dieses Buch."

Pechstein schaut auf ihre fast 20 Jahre dauernde Laufbahn zurück. Sie wurde Europa- und Weltmeisterin und avancierte als fünfmalige Olympiasiegerin zu eine der populärsten Sportlerinnen Deutschlands, ehe sie die Sperre aus der Bahn warf.

Pechstein-Freund klagt gegen Doping-Experten

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