Basketball

Licht und Schatten ohne Nowitzki

SID
Sonntag, 16.08.2009 | 20:04 Uhr
Rekord-Nationalspieler Patrick Femerling steht vor einem Comeback im DBB-Team
© Getty
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Dem deutlichen Sieg folgte eine deutliche Pleite: Nach der Absage von Superstar Dirk Nowitzki gab es für die deutschen Basketballer am Wochenende in zwei Länderspielen gegen Serbien Licht und Schatten.

Dem klaren 74:53 am Samstag folgte am Sonntag eine 62:75-Pleite, Bundestrainer Dirk Bauermann bleibt bis zur EM-Endrunde in Polen (7. bis 20. September) damit noch viel Arbeit.

Ex-Kapitän Patrick Femerling soll ab Wochenbeginn ins Training der Mannschaft zurückkehren. "Ich war mit der Leistung meiner jungen Spieler sehr zufrieden. Es war beeindruckend, wie sie gegen den robusten und routinierten Gegner mitgehalten haben. Das zeigt, was in der Mannschaft für Potenzial steckt", sagte Bauermann.

"Aber wir können nicht jeden Tag mit 20 Punkten gegen Mannschaften der europäischen Spitze gewinnen."

Schaffartzik überzeugt

Beim 74:53 (36:25) in Braunschweig hatte Bauermanns Team vor allem mit aggressiver Deckung die dort müden Serben beeindruckt. Die revanchierten sich beim 62:75 (35:39) in Dessau.

"Da waren wir nicht bissig genug. Deshalb geht der Verlauf des Wochenendes absolut in Ordnung", meinte Bauermann.

"Logisch, dass ich sehr nervös vor heimischer Kulisse war. Ich bin sehr froh, dass sich unsere Mannschaft so achtbar geschlagen hat", sagte der Braunschweiger Guard Heiko Schaffartzik, der im ersten Match sein Heimspiel-Debüt in der Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) feierte, gleich zum besten Spieler und mit 13 sowie 14 Punkten auch noch zum besten Werfer seines Teams in beiden Spielen avancierte.

Nowitzki war schon im Training

Ohne Dirk Nowitzki, NBA-Star von den Dallas Mavericks, reist die deutsche Mannschaft nahezu chancenlos zur EM, wo in der Gruppenphase Lettland, Titelverteidiger Russland und ein Qualifikant (wahrscheinlich Frankreich) die Gegner sind.

Die Teilnahme des 31-Jährigen scheiterte am Veto des Klub-Besitzers Mark Cuban, der sich auf eine Absprache mit Nowitzki vor den Olympischen Spielen in Peking berief, wonach sich der Allstar in der kommenden Spielzeit primär auf die NBA und die Mavericks konzentrieren sollte.

"Ich hätte sehr gerne gespielt und stehe auch gut im Training. Aber ich kann den Standpunkt von Mark Cuban komplett verstehen und stehe zu meinem Wort", sagte Nowitzki, der sich in seinem Geburtsort Würzburg auf die EM vorbereitete.

Femerling wird getestet

Bauermann will nach dem Verzicht seines Stars das Angebot seines Ex-Kapitäns Patrick Femerling annehmen, der seine Rückkehr in der aktuell schwierigen Situation angeboten hat. "Patrick wird ab Montag mit zum Training kommen. Was daraus wird, kann ich jetzt noch nicht sagen", erklärte Bauermann.

Nächster Auftritt der neu formierten deutschen Mannschaft ist bereits am Freitag (21. August) in Bamberg, wo zum Auftakt des sogenannten Supercups Mazedonien (18.15 Uhr) der Kontrahent ist. Am Samstag (19.15 Uhr) steht dann an gleicher Stelle das Platzierungsspiel gegen den Sieger der Partie Kroatien gegen Polen auf dem Plan.

Danach bestreitet Bauermanns Truppe noch ein hochkarätig besetztes Turnier in der Türkei, sowie zwei Länderspiele gegen Slowenien (2. September in Bonn und 3. September in Karlsruhe), ehe der Coach seinen Kader von 15 auf dann 12 Spieler reduzieren muss.

Kantersieg gegen Serbien: Ausrufezeichen ohne Dirk Nowitzki

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