Nach Problem-Jahren

Schwimmer wollen Neuanfang

SID
Donnerstag, 06.11.2008 | 10:39 Uhr
Schwimmen, DSV, Christa Thiel
© Getty
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Verbesserte Strukturen und neue Kräfte sollen Deutschlands in die Zweitklassigkeit versunkene Schwimmer in die Weltelite zurückführen.

Nach Jahren voller Probleme und sportlicher Pleiten will der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) auf dem Verbandstag in Rostock-Warnemünde die Grundlagen für bessere Zeiten schaffen.

Ein mit mehr Macht ausgestattetes Hauptamt, ein neues Stützpunkt- und Wettkampfsystem und neue Trainer sollen die Schwimmer für Olympia 2012 in London wieder konkurrenzfähig machen.

Christa Thiel stellt sich zur Wiederwahl

Präsidentin Christa Thiel (im Bild), seit Herbst 2000 als Verbandschefin im Amt, stellt sich der Wiederwahl. Ihr Motto für die Zukunft: "Einheit in Vielfalt."

Sorgen bereitet ihr ein Antrag auf Senkung der Mitgliedsbeiträge. Der DSV arbeitet seit Jahren mit einem strukturellen Defizit und ist auf Einnahmen aus Sponsoren- und TV- Verträgen angewiesen.

Mindereinnahmen würden den Verband zurückwerfen, zumal unklar ist, ob adidas die Option auf Verlängerung des 2009 auslaufenden Vertrags wahrnimmt.

Zieht sich Adidas aus dem Sponsoring zurück?

Rund eine Million Euro erhält der DSV jährlich an Geld- und Sachwerten von dem Sportartikel-Hersteller. Schlechte Leistungen im Wasser und öffentliche Kritik einiger Athleten am Schwimmanzug vor den Olympischen Spielen haben das Verhältnis belastet.

Allein Superstar Britta Steffen sorgte in Peking mit Gold über 50 und 100 Meter Freistil für Entspannung. Denkbar wäre allerdings auch, dass sich adidas aus dem Verbands-Sponsoring zurückzieht und sich für die Zusammenarbeit mit einzelnen, erfolgreichen Athleten entscheidet.

Der DSV will sich in Rostock neu aufstellen - und für Olympia 2012 neu empfehlen. Das Präsidium soll mittelfristig in die Funktion eines Aufsichtsrats wechseln, das Hauptamt mit dem Generalsekretär, einem Direktor Leistungssport und einem Direktor Breitensport an der Spitze soll mehr Entscheidungsgewalt bekommen.

Mehr Professionalität gefordert

Die bisher je vier Bundes- und Nachwuchs-Stützpunkte dürften einem System mit fünf oder sechs Leitenden Stützpunkten weichen. Mehr Professionalität heißt die Devise.

"Die Zeit ist reif dafür", sagt DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff. Die enttäuschenden Olympia-Resultate sollten helfen. Thiel: "Peking hat im Bereich Leistungssport eklatante Mängel aufgezeigt."

Neue Strukturen im Trainerteam

Nicht gelöst wird in Rostock die Frage nach den neuen Cheftrainern Schwimmen und Springen. Örjan Madsen, bisher Sportdirektor und Chefcoach Schwimmen in Personalunion, ist nach Olympia ausgeschieden.

Die Trennung der beiden Positionen ist Teil der Strukturreform. Lutz Buschkow, bisher Springer-Cheftrainer und noch in China als für alle DSV-Sparten zuständiger Sportdirektor verpflichtet, will nichts übers Knie brechen.

"Erst die Struktur, dann das Personal", heißt sein Motto. "Ich hoffe, dass der Verbandstag die Signale der Vergangenheit wahrgenommen hat und alle wissen, dass es so nicht weitergehen kann." Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm soll gehalten werden, hat aber noch nicht entschieden, ob er weitermacht.

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