Samstag, 28.06.2008

Großen Preis der Niederlande

Cortese Vierter in Assen - Talmacsi gewinnt

Assen - Top-5-Ergebnisse oder Kündigung zum Saisonende: Der Druck auf Sandro Cortese zeigt bei Halbzeit der Motorrad-Weltmeisterschaft offensichtlich Wirkung.

Motorsport, Motorrad, Bautista
© DPA

Der Berkheimer erzielte beim Grand Prix der Niederlande in Assen seine beste Leistung und verpasste als Vierter das beste Ergebnis seiner Karriere nur knapp. Er verfehlte einen Podestplatz um 8/100 Sekunden.

Stefan Bradl verpatzte dagegen die Generalprobe für den WM-Lauf von Deutschland auf dem Sachsenring in zwei Wochen. Der Zahlinger büßte seinen dritten Platz in der Gesamtwertung durch einen 12. Rang in Assen ein.

Bautista und Stoner siegreich

Cortese hatte sogar die Chance auf den Sieg. Das Rennen wurde wegen Regens nach neun Runden abgebrochen und für fünf Runden noch einmal neu gestartet. Dabei erwies sich Weltmeister Gabor Talmacsi (Ungarn), der im ersten Rennen nur Elfter war, als der Schnellste und gewann.

Die Siege in den anderen Klassen gingen an den Spanier Alvaro Bautista (im Bild, 250 ccm/Aprilia) und MotoGP-Titelverteidiger Casey Stoner. Der Australische Ducati-Pilot meldete sich mit seinem zweiten Sieg nacheinander eindrucksvoll in der Königsklasse zurück.

Rossi stürzt

Stoner setzte sich bei seinem Start-Ziel-Erfolg klar vor dem neuen WM-Spitzenreiter Daniel Pedrosa aus Spanien auf Honda und Yamaha-Pilot Colin Edwards aus den USA durch. Der bisherige WM- Führende Valentino Rossi stürzte bereits in der ersten Runde und wurde Elfter.Deutsche Fahrer sind in dieser Klasse nicht am Start.

Cortese kämpferisch

Der Druck der Sponsoren auf Cortese wurde klar formuliert und kam an. Der Berkheimer fuhr in Assen sein stabilstes WM-Wochenende. Als Fünfter im Qualifying ging er in das Rennen und schaffte es, mit einem guten Start und schnellen ersten Runden in der Spitze mitzumischen.

Zwischenzeitlich lag er sogar auf Rang drei. Beim Abbruch war er dann Fünfter. Auch der Neustart gelang dem 18-Jährigen, der besonders in der Endkampfgestaltung Rennhärte zeigte und sich erst auf der Ziellinie geschlagen gab.

Bradl hadert mit sich selbst

Bradl haderte dagegen mit sich selbst. "Ich wollte nach dem Neustart zu viel, habe viele Fehler gemacht, mich verschalten, bin zweimal über das Gras gefahren und habe deshalb nur den 12. Platz belegt. Ich bin sehr angefressen", gestand der Aprilia-Pilot, der am Vortag schwer gestürzt war.

"Ich war vor dem Rennen noch mal beim Arzt, habe eine schmerzstillende Tablette bekommen und wurde getapt. Aber mir tut alles weh", gestand Bradl.


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