Samstag, 03.05.2008

Bei Langstrecken-WM in Sevilla

Maurer löst Peking-Ticket

Sevilla - Angela Maurer im Siebten Himmel, Britta Kamrau-Corestein zu Tode betrübt: Der 32 Jahre alten Wiesbadenerin Maurer reichte zum Auftakt der Weltmeisterschaften der Langstreckenschwimmer im spanischen Sevilla Platz sieben über zehn Kilometer um das Olympia-Ticket zu lösen.

Dagegen flüchtete sich die viermalige Weltmeisterin Kamrau- Corestein nach Platz 39 tief enttäuscht ins Hotel. Der Olympia-Traum der Mitfavoritin aus Rostock war jäh geplatzt.

"Das ist für uns beide der traurigste Tag unseres Lebens", sagte Trainer Christian Bartsch. Weltmeisterin wurde in 2:02:02 Stunden die russische Titelverteidigerin Larissa Iltschenko vor der Britin Cassandra Patten und Yurema Requena aus Spanien.

Total happy, dabei zu sein 

Angela Maurer, die nach der Geburt ihres Sohnes 2006 mit zwei EM- Titeln und als Weltmeisterin über 25 Kilometer ein tolles Comeback feierte, war nach großem Kampf im Wasser obenauf. "Es war ein hartes Rennen", sagte sie nach 2:02:13,6 Stunden, "ich bin total happy, dass ich in Peking dabei bin. Nur für Olympia bin ich nach der Schwangerschaft wieder zurückgekommen."

Gerade die ersten Kilometer waren bei 23 Grad Wassertemperatur auf der Ruder-Regattastrecke des Rio Guadalquivir sehr schwer. Maurer: "Man kam nicht noch vorn, man hat immer eins drauf gekriegt."

Ein Tiefschlag hoch zehn 

Der Kampf der 51 Konkurrentinnen um die zehn Peking-Tickets beim Olympia-Debüt der Langstreckler war gnadenlos. Britta Kamrau- Corestein hatte das befürchtet. Am Ende ging sie unter und kam erst mit 3:25,1 Minuten Rückstand ins Ziel. Wortlos verließ die 29 Jahre alte Jura-Studentin die Strecke. Sie konnte es nicht fassen. Trainer Bartsch: "Das ist ein Tiefschlag hoch zehn."

Am 04. Mai kämpfen der Würzburger Thomas Lurz und Christian Hein aus Mainz um das Olympia-Ticket. "Es wird Zeit, ich freue mich darauf", sagt Lurz, mit fünf WM-Titeln erfolgreichster Langstreckenschwimmer der Welt.

In 1500-Meter-Freistil-Olympiasieger Grant Hackett aus Australien bekommt er prominente Konkurrenz aus dem Becken. Aber Lurz ist selbstbewusst: "Der Streit mit den Beckenstars ist für mich eine neue Herausforderung. Angst habe ich auf keinen Fall."


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